Montag, 14. Mai 2018

Empfehlung zu "Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden" von Genki Kawamura

@randomhouse.de

Autor: Genki Kawamura 

Titel: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Verlag: C. Bertelsmann

Seiten: 192 Seiten 



Worum es geht: 


Ein 30 Jähriger Briefträger bekommt die Nachricht, dass er sehr bald sterben wird. Der Teufel teilt ihm mit, das dies bereits morgen sein wird. Ausser, ja ausser er willigt ein, einen Pakt zu schliessen. Einen Tag mehr leben für einen Gegenstand auf der Welt. Und die Welt ist doch so voll, da kommt es auf ein paar Sachen oder weniger ja auch nicht mehr an. Obwohl er schon Schwierigkeiten hat eine Liste mit 10 Dingen die er vor dem Tod noch machen will aufzustellen, willigt er ein. Je mehr der Teufel verschwinden lässt, desto mehr setzt sich unser Protagonist mit sich und seinem Leben auseinander. In Rückblenden bekommen wir die Wichtigkeiten der einzelnen Objekte nähergebracht. Wie wichtig sind die Filme die seine Jugend ausgemacht haben? Wie wichtig die Uhren, die das Leben seines Vaters sind, oder eben die Katze, die grosse Liebe seiner Mutter.  

Meine Meinung: 


Ein kleines Buch, dass den Leser daran erinnert aufmerksam

gegenüber anderen aber auch sich selbst zu sein, immerhin könnte jeder Tag der Letzte sein.
Schon fast philosophisch stellt sich Genki Kawamura hier die 
Frage was im Leben wirklich wichtig ist. Brauchen wir das Handy um zu 
überleben? Wie notwendig ist es Filme zu haben? Wenn wir zur Basis zurückgehen und uns nur das nehmen was wir zum überleben brauchen, sind wir dann endlich wieder glücklich? 
Wir werden alle irgendwann sterben, und es wird wohl kaum jemanden geben ohne zumindest eine Sache zu bereuen, aber auch das gehört zur Menschlichkeit dazu. 


Im Tausch für eine Sache, bekommt unsere Hauptfigur einen Tag mehr. Aber ist ein Tag in seinem Leben so viel Wert wie alle Uhren dieser Welt? Das Gefühl der Zeit? Ab wann kann man sein Leben höher stellen, als alles andere und wo zieht jeder Mensch für sich den Schlussstrich? 

Die Sprache ist sehr einfach gehalten, die Sätze kurz und prägnant. 
Gerne hätte ich mehr Roman gehabt, mehr Worte, mehr Gefühle. 
Mein Hauptproblem hier könnte gewesen sein, dass ich bereits einen Teil der Verfilmung gesehen habe und der Schauspieler die Sache mit den Gefühlen wundervoll dargestellt hat. Gänsehaut Momente und Tränen in den Augen waren bei den ersten 20 Minuten des Filmes vorhanden. Dagegen wirkte das Buch schon fast kalt. Der Autor konzentriert sich mehr auf den philosophischen Aspekt der Handlung und will seine Gedanken direkt und ohne Umschweife an den Mann bringen. Dies kann man aber auch auf die japanische Kultur zurückführen, sagt sich die Hauptfigur sogar paarmal, dass er jetzt ruhig und gelassen bleiben solle, sich aufzuregen bringe ja keinem was. Und das im Wissen demnächst zu sterben... 

Traurig, ja, aber vor allem eine hoffnungsvolle Geschichte über den Wert des Lebens, eines jeden Menschen und was im Leben wirklich zählt.

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