Freitag, 29. September 2017

"Lieblingsautor" Beitrag zur #Bookpassion oder wie ich als Cassandra Clare Fan zu Holly Black kam


Die liebe Janine vom http://kapri-zioes.de Blog ruft auf zur #Bookpassion! 


Na, die habe ich, dachte ich mir. Jetzt aber dennoch ein Geständnis an dieser Stelle. Das Thema Lieblingsautor soll besprochen werden. Liebe Janine, es tut mir leid. Im Grunde kann ich nicht teilnehmen, da ich keinen "Lieblingsautor" habe. Das wars dann von mir.

Nein, natürlich nicht. Den einen Lieblingsautor gibt es aber leider echt nicht. Liebe ich Harry Potter, könnte ich dennoch nicht sagen, dass Jk Rowling meine Lieblingsautorin wäre, da ich alle anderen Bücher von ihr nicht mag. Ich mag Bücher, Geschichten, nicht notgedrungen deren Schreiber.

Zugegeben von einigen Autoren habe ich mehr Bücher zuhause als von anderen. Nicholas Sparks, Jodi Picoult, Marc Levy, Murakami, Anne Rice. Die Ansammlung der Autoren kam hauptsächlich während meiner Teenagerzeit zustande. Lustigerweise ist keines der Bücher dieser Autoren in der Liste meiner Lieblingsbücher. Geht es jemandem ähnlich, man mag den Stil und hat alles gelesen, zum Lieblingsbuch wurde aber keines davon? Meine Lieblingsbücher zurzeit wären "Ein wenig Leben" und "Ab morgen ein Leben lang" jedoch hab ich von beiden Schriftstellern nur das eine Buch gelesen und kann nicht beurteilen ob sie dadurch den Titel des Lieblingsautors verdient hätten. Ich könnte sagen Eleanor & Park gehört zu meinen Lieblingsbüchern, Rainbow Rowell aber bei weitem nicht zu meinen Lieblingsautoren, gefiel mir der Rest eher Mittelmässig.


Janine, du hast vorgeschlagen eine Anektdote zu einem Autor zu schreiben, sollte es einem zu schwer fallen sich für einen Autor zu entscheiden. Hier also meine Anekdote... zu Cassandra Clare! Ja, ich bin ein Shadowhunter Fan. Das heisst, bevor die Reihe so ausgeschlachtet und in die Länge gezogen wurde. Ich hatte alle Bücher in doppelt und dreifachen Ausführung. Englisch, Deutsch, Französisch. Vor 2-3 Jahren ( Entschuldigt mein Gedächnis, ich bin alt... ) (2014!) hielt die Mayersche in Köln ein Cassandra Clare X Holly Black Event zum erscheinen des ersten Bandes der Magisterium Reihe. Was hab ich mich gefreut. Meine Heldin, im gleichen Raum wie ich! Wir standen sicherlich bereits 2 Stunden vor Termin in der Schlange, hibbelig wie sonst was, unser eines Buch im Arm ( man durfte nur 1 Buch signieren lassen ) Wir lauschten den anderen Wartenden zu, und überlegten was wir fragen sollten. eine Frage die herausstach, etwas was nicht bereits jeder vor uns gefragt haben würde. Holly Black kam und leistete der wartenden Schlange gesellschaft. Sie machte Selfies mit den Leuten, hielt Schwätzchen. Hier stand ich, wartete auf Cassandra Clare, hatte die Cooperation mit Holly Black fast gänzlich aus den Gedanken verbannt, und war beeindruckt von ihr. Vorrausschauend hatte ich ein Buch von ihr dabei, der erste Band der Elfenreihe. Mehr kannte ich bis dahin von ihr gar nicht. Holly Black war hinreissend. Wahrhaftig interessiert, und erfreut über jeden. Ich schien der erste in der Schlange gewesen zu sein, der mit einem Holly Black Buch zum signieren kam, statt mit einer Kopie des Magisteriums. Die Freude ihr eigenes Buch zu sehen war aufrichtig und gross. Selten war ich dankbarer ein Buch mitgebracht zu haben zu einer Lesung. Sie erzählte mir stolz von einem neuen Buch in dem es um Elfen gehen soll, Was sich als "Der Prinz der Elfen" herrausstellen sollte, ein weiterer Tipp von mir!



Aber ich sollte ja über Cassandra Clare berichten, nicht wahr?! Nun ja. Sie kam keine Minute früher raus als angegeben. Sass hinter ihrem Tisch und verweigerte Selfies. Sie signierte genau jeweils 1 Buch und sprach mit Holly oder einer Mitarbeiterin der Mayersche die ganze Zeit in der ich sie zu Gesicht bekam. Mit mir wechselte sie kein Wort. Auch mit meinen Freunden nicht. Nach 20 Sekunden abgespeisst. Dafür 6 Stunden Autofahrt auf uns genommen. Dieses enttäuschende Erlebnis hat mich ein wenig erschüttert und ich muss gestehen, dass ich seither keine allzu grosse Lust auf ihre Bücher habe. Lady Midnight und Lord of Shadows haben zwar den Weg in mein Regal gefunden ( Geschenke von Freunden ) gelesen habe ich sie allerdings noch nicht.

Und die Moral von der Geschichte: Erwartungen klein halten. Oder:
Ich hätte darüber schreiben sollen wie ich John Green getroffen habe.

Das dann vielleicht im nächsten Jahr zu einer neuen Ausgabe von #Bookpassion!



Montag, 18. September 2017

Rezension zu "Und wenn die Welt verbrennt" von Ulla Scheler

Randomhouse.de

Titel: Und wenn die Welt verbrennt

Autor: Scheler Ulla 

Verlag: Heyne

Seiten: 432 Seiten 

Preis: 14.99 Euro 


Worum es geht: 
Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird ... -randomhouse.de




Meine Meinung: 

Letzten Sommer hat Ulla Scheler die Leserherzen mit "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" im Sturm erorbert. Auch ich war dem Debütroman der Coburgerin erlegen. Mit höchster Ungeduld habe ich "Und wenn die Welt verbrennt" erwartet. Da ich selbst ein abgeschlossenes Kunststudium hinter mir habe, begeisterte mich vor allem der vorgegebenen Aspekt der Kunst in der Geschichte. 
Das Buch beginnt reissend, man kann es kaum aus der Hand legen, ist neugierig auf die Figuren. Wie bereits im ersten Buch versucht Scheler mit ihren Figuren nicht unbedingt zu gefallen. Ecken und Kanten, die Tiefe erzeugen sollen. In abwechselnden Perspektiven wird man Felix ins Herz schliessen, zumindest ging es mir so. Was er jedoch an Alisa findet blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel. Zu keinem Moment wurde ich warm mit ihr. Ab der Mitte nervte sie mich sosehr, dass ich fast davor war das Buch abzubrechen. Die Auflösung des grossen Dramas, auf das die Autorin hinarbeitet, kam zu spät, als dass es noch Impakt gehabt hätte. Dabei mochte ich, die Haupthandlung, das grosse Geheimniss, und die Darstellung des Umgangs mit den Konsequenzen. Mochte die Thematik der Depression und Verdrängung. Vielleicht hat mich die Zwiegespaltene Erzählweise gestört. Vielleicht hätte mir nur Alisas Stimme besser gefallen, hätte mir erlaubt mich auf sie einzulassen. So, war da immer noch einen Spalt Distanz, der vielleicht auch gewollt ist... 
Den Aspekt der Kunst, war mal gut, mal schlecht portraitiert. Nicht ganz so mitreissend wie ich erwartet hatte. Vor allem Felix' Entscheidung am Schluss zugüglich seiner Kunst war der Riss des letzten Nervs. Daran hat man gemerkt, dass nicht eine Kunststunde miterlebt wurde.  Neben diesem Manko muss ich gestehen, dass ich das Buch im August gelesen habe, und ich die Nebenfiguren vergessen habe. Ich weiss, dass Felix eine Freundin hatte, kann mich aber an nichts über sie erinnern. 

Fazit für mich: Anstrengend. Ich mag nicht immer diejenige sein, die als Einzige gehypte Bücher nicht mag oder nicht zu schätzen weiss, aber dieser Titel war leider nichts für mich. 



Donnerstag, 7. September 2017

Review "The inexplicable Logic of my Life" by Benjamin Alire Saenz [English Review]


Titel: The inexplicable logic of my life

Autor: Alire Saenz, Benjamin

Verlag: Clarion Books

Seiten: 464 Pages

Preis: -




The first day of senior year:

Everything is about to change. Until this moment, Sal has always been certain of his place with his adoptive gay father and their loving Mexican-American family. But now his own history unexpectedly haunts him, and life-altering events force him and his best friend, Samantha, to confront issues of faith, loss, and grief.

Suddenly Sal is throwing punches, questioning everything, and discovering that he no longer knows who he really is—but if Sal’s not who he thought he was, who is he?

“Words exist only in theory. And then one ordinary day you run into a word that exists only in theory. And you meet it face to face. And then that word becomes someone you know. That word becomes someone you hate. And you take that word with you wherever you go. And you can't pretend it isn't there.”

It was July 2016 when I read about a new book by Benjamin Alire Suanez. It was September 2016 when I finally remembered the title. October, November, December Alire was the only name I typed into Netgalley. It was February 2017 that my heart skipped a beat and my research actually showed me a book. THE BOOK. It was some days later when I got approved. It was several seconds later that I could breathe again. A sensation only the approval of a long wanted book could bring you. No more waiting. It was last night that I had to admit to myself that I don't like this book. It was half on hour ago that I shook my head and actually considered to stop reading it altogether. 

As so many other readers I loved loved loved loved Aristoteles and Dante. It was my favorite book of the year. I still recommend it like crazy to every person who dares asking for a recommendation.  If I only could have read one book this year, it would have been "The inexplicable logic of my life". My expectations were quite high, so maybe this review isn't really fair. Noone can expect him to write a book as good or even better than Ari & Dante. 

That's why I'm sorry. I'm sorry I had so high expectations that this book could only let me down. 

Here's what I didn't liked: 

Sam. I mean she is basically the main character. She's in every second line. I couldn't stand her. Salvador tries to dress up her flaws as cute and quirky. He can tell himself this for as long as he wants. I still don't like her. She is mean, makes fun of him, makes light of serious situations, is demanding and mobbing. She has not one girl friend and calls everyone a bitch. She runs around being a brat. She 's invasive and pushy to no limit.

For a book that tries to be very openminded and diverse I found some phrases very strange. Things like "for a gay guy, my dad was pretty straight", "one thing about Sam was that she didn't throw like a girl", "and Fito's such a schizophrenic dork", “All three of us wouldn’t make one whole Mexican”, "and Sam was supposed to be a real mexican" just didn't felt fitting.

The book feels longer than it is, and gosh it's long. Plotwise I'm afraid there isn't all too much going on. Yeah so Sal tries to figure out who he is. Several character die. He has a friend that needs help. The rest is just reflection and counting the days with his friends and family.  At a point it's just repetitive...

Knowing of the writers poetic past I didn't mind the use off overly dramatic prose. Noone talks like these people in real life. A person like Sal's Dad doesn't exist. In the beginning you follow the flow, you get into this dreamlike state, whishing for humans like Vicente. After 400 pages of his over the top speeches it's kinda over tho... 

“Life had its seasons, and the season of letting go would always come, but there was something very beautiful in that, in the letting go. Leaves were always graceful as they floated away from the tree.” 

I still gonna carry it in my store, I still gonna recommend it to customers, and my friends surely gonna read it nomatter what I tell them. For me... this was sadly quite a disspointement.

*I received an Arc of this book from the publishers through Netgalley in exchange of an honest review*