Samstag, 6. Mai 2017

Rezension zu "Im Licht des Augenblicks" von Garth Stein

Droemer-knaur.de
Autor: Stein, Garth

Titel: Im Licht des Augenblicks

Verlag: droemer-knaur

Seiten: 432 Seiten

Preis: 19.99 Euro

Worum es geht: 

Der 14-jährige Trevor besucht mit seinem Vater das heruntergekommene Familien-Anwesen in der Nähe von Seattle, in dem sein Großvater und seine Tante wohnen. Trevor stöbert durch längst verlassene Zimmer, in Geheimgänge hinter Tapetentüren, immer auf der Suche nach Antworten, vor denen die Erwachsenen zurückscheuen: Warum verletzt man immer wieder die, die man am meisten liebt? Wie kann man Schuld wiedergutmachen? Wie schwer wiegt ein Geheimnis, das man anderen vorenthalten hat? Seit Generationen scheint ein Fluch auf Trevors Familie zu lasten. Doch nun macht sich der gewitzte Trevor auf, die Wahrheit zu entdecken und auszusprechen.
- Droemer

Meine Meinung: 

Vor einigen Jahren hatte ich einen Arbeitsplatz der mich zu 2 Stunden Autofahrt zwang, sodass ich begann Hörbücher zu hören. Eines der ersten Titel war "Enzo, die Kunst ein Mensch zu sein" von Garth Stein. Enzo gefiel so gut, dass ich es einigen Freunden aufschwatzte die es dann auch alle hörten und begeistert lobten. Kaum ein Buch erhielt zuvor solche uneingeschränkte Begeisterung.

Als wasliestdu.de eine Leserunde aufrief zu Garth Steins neuestem Buch konnte ich mein Glück kaum fassen als mein Nick bei den Gewinnern aufgelistet wurde. Leider warte ich bis heute auf das Buch, während die anderen alle ihren Gewinn erhalten hatten. Die Regeln der Homepage besagen, dass man sich an der Leserunde beteiligen muss im Fall eines Gewinnes oder man wird gesperrt für weitere Gewinnchancen. In der Not erhielt ich von einer Freundin die englische Ausgabe um mich so doch noch beteiligen zu können.

Folgende Rezension bezieht sich dementsprechend auf die englische Ausgabe. Liebes wasliestdu.de Team, sollte mein Buch irgendwann nochmal bei euch auftauchen, ich würde mich immer noch über das Buch freuen.

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So, nun aber mal zum Buch! Die englische Ausgabe wirkt gleich sehr viel bedrohlicher als die Deutsche, was aber vielleicht gar nicht so schlecht ist. Durch die englische habe ich eine gruselige Geistergeschichte erwartet, was an sich auch passt, aber auch zu hohe Erwartungen an das Buch weckt. Bei der deutschen Ausgabe, fand ich, kommt nur das Familiendrama zum Ausdruck. Auch dies ist passend, aber halt nicht nur. Trevor ist ein typisch frühreifer Teenager der von seinem Vater gezwungen wurde, den Sommer in dessen alten Familienhaus zu verbringen. Sein Vater hat vor genau dieses Haus zu verkaufen und Trevor trifft zum ersten Mal Familie Väterlicherseits. Nach und nach findet er raus, was es mit der Familiengeschichte auf sich hat. Trevor wirkt durchweg zu altklug, lässt sich aber dadurch erklären dass das Buch eine Erzählung durch den erwachsenen Trevor ist. Die Familienmitglieder sind alle recht Mysteriös, wie auch das Haus, welches den Titel Riddell trägt und genau das ist, ein großes Rätsel.

Lange weiss man nicht ob Trevor sich alles einbildet, die Geister echt sind, oder alle anderen einen Knacks haben. Der angenehme Schreibstil lässt den Leser in seinem Suchen nach Antworten ins Buch eintauchen und eine düstere Welt erleben in der nichts ist wie es scheint.

Gath Stein ist leider nicht der beste Autor des Horrorgenres, sodass vor allem das Ende recht gehetzt wirkte, dennoch zufriedenstellt. Leider nicht das originellste Ende. Der Schreibstil macht die Negativpunkte aber wett, und Horrorgenre Neulingen kann ich das Buch nur empfehlen. Angenehmer Start ins Genre!

„Ich fragte mich, was mich so anrührte. Es war wie eine Inspiration“.
„“Es ist morsch“, sagte mein Vater“.
Und beides stimmt.



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