Dienstag, 14. Februar 2017

"Küss mich, Mistkerl" von Sally Thorne

Titel: Küss mich, Mistkerl / The hating game
Autor: Thorne, Sally
Seiten: 304 Seiten
Preis: 9,99 Euro

Worum es geht: 
Lucy und Josh hassen sich abgrundtief. Tagtäglich sitzen sie sich im Büro gegenüber, und spielen das "Staring Game" oder das "Mirror Game" wo er jede ihrer Bewegungen imitiert. Zum ausrasten! Als beiden der gleiche Job angeboten wird, als Chef des jeweils anderen, geht der Kampf in die nächste Runde. Der Verlierer verspricht zu Kündigen. Ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt festzustellen, dass Hass und Liebe nur allzu ähnlich sind und Josh bereit wäre, das "Friends Game" zu spielen? 


Meine Meinung: 
Das deutsche Cover, Mannomann... Wer die englische Version kennt, weiss, dass hier ein grosser Sprung gemacht wurde. Nicht vom deutschen Cover abschrecken lassen. Diese Hate-Love Office-Romanze hat weitaus mehr zu bieten, als das Erotikromancover glauben lässt. 
Lucy führt uns ein in ihr Leben, und vor allem ihre Arbeit, welche sie liebt. Wie sehr hat sie gekämpft für ihren Platz und ist jetzt ihrem Traumjob so nah wie nie zuvor. Wäre da nicht Josh, ihr Kollege, ihr Nemesis. Beide haben das gleiche Angebot erhalten, und nun scheint ihr Hass aufeinander neue Dimensionen anzunehmen. Josh darf nicht gewinnen. Zwischen kleinen Neckereien wird dem Leser schnell klar, dass Lucy ja eigentlich nichts gegen eine Freundschaft hätte. Wenn Josh bloss nicht so verbohrt wäre. Erst als Lucy ein Date hat, beginnt Josh eine andere Seite zu zeigen, aber ob die Lucy auch gefällt? 
Hier knistert es, und zwar gewaltig. Ich war von Anfang an gefesselt, selbst als mich Lucy unheimlich nervte mit ihren Kindereien. Die Aufmachung und Handlung zieht ein eher älteres Publikum an ( englische Ausgabe ), die Geschichte an sich ist aber schon eher Jugendbuch Niveau. Einzig der Umstand dass die beiden Arbeiten, statt zur Schule gehen lässt auf erwachsene Charaktere schliessen. Das kindliche Getue Lucy's hat mich jetzt allerdings nicht sonderlich gestört, ich kann aber nachvollziehen wenn das andere Leser stört. Wenn sie wie ein Klammeraffe an ihm hängt weil sie sich 7 Stunden nicht gesehen haben, obwohl sie sich noch offiziell hassen?! Muss ich nicht haben. Auch dass auf Lucy Körpergrösse immer wieder, auch von ihr selbst, rumgeritten wurde, fand ich da schon eigenartiger. Kam manchmal wie ein Fetisch von Josh rüber. 
Klingt jetzt alles erst mal bisschen Negativ, das Positive kennt man eigentlich schon. Schnuckelchen mit harter Schale, quierliche Süsse die ihn weich kriegt. Ein paar erleuchtende Situationen. Eine grosse Prise Humor.
Alles in allem ein schöner, mitreissender Roman der zum schwärmen einläd, und ordentlich Unterhält. 

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