Dienstag, 28. Februar 2017

"Bailey- ein Freund fürs Leben" von W. Bruce Cameron

Titel: Bailey - Ein Freund fürs Leben / A dog's purpose

Autor: Cameron, W. Bruce

Verlag: Randomhouse / Heyne

Seiten: 352 Seiten

Preis: 9.99 Euro

Worum es geht: 

Ab 23. Februar 2017 im Kino

Bailey ist clever, faul und ziemlich frech. Am Ende eines tristen Lebens als Straßenköter fragt er sich, wozu er überhaupt auf der Welt war, und ist verblüfft, plötzlich als wunderschöner Rassehund wiedergeboren zu werden. Der achtjährige Ethan nimmt ihn bei sich auf, und Bailey lernt, was es heißt, einen echten Freund zu haben. Aber seine Reise ist noch nicht beendet, er muss weiterziehen und noch viel lernen. Als er Ethan nach vielen Jahren wiedersieht, ergibt alles plötzlich einen Sinn ... - Heyne

Meine Meinung: 
Tierbücher gehen irgendwie immer. Sei es Enten, Erdmännchen oder Schafe, ist eines der Flauschis auf dem Cover verkäuft sich ein Buch ohne grosse Anstrengung. "Bailey" ist ein Buch von 2011, welches für den Film neu aufgelegt wurde. Mit einer grossen Golden Retriever Schnauze auf dem Cover ja eigentlich ein vorprogrammierter Bestseller... oder?
Ich gebe zu, ich war erst nach dem Trailer zum Film am Buch interessiert. Hundebuchliebhaber kennen sicherlich Marley, eine Geschichte die mir weniger gefiel, oder auch Enzo? "Enzo, die Kunst ein Mensch zu sein" ist mein unangefochtenes Lieblingstierbuch. Kaum ein anderes hat mich so sehr zum weinen gebracht. Der Trailer verspricht eine Geschichte über die bedingungslose Freundschaft eines Hundes zu seinem Jungen, durch mehrere Inkarnationen, hier wird dem Zuschauer mehrere Tode zugemutet. Wer bei Marley schon in Tränen unterging, wirds hier recht schwer haben überhaupt etwas vom Film zu sehen. 
Dank des lieben Bloggerportals hatte ich die Möglichkeit das Buch zum Film zu lesen. Da das ganze Buch aus Baileys Sicht geschrieben ist, ist die Sprache gewollt sehr einfach gehalten. Dies ändert leider nichts daran, dass der Autor öfters nicht weiss was er will. Es scheint als vergesse er während des Schreibens den gewollten stil, nur um dann wieder zurückzuspringen. Dies liess mich leider öfters stirnrunzelnd zurück. Vor allem zu Beginn der Geschichte störte mich folgendes extrem: 
"Von uns vieren war er der Einzige ,mit einem weissen Fleck im Gesicht..." erklärt Bailey dem Leser das aussehen seines Bruders. Bailey, der zu diesem Zeitpunkt nur seine Geschwister kennt und noch nicht den Bau verlassen hat. Woher will er wissen, dass er nicht auch so einen Fleck hat? Hat er einen Spiegel? Es mag blöd sein, aber solche "Unstimmigkeiten" regen mich auf. Und dies sollte nicht das einzige Mal sein. 
Hauptteil des Buches ist natürlich, wie auch im Trailer zu sehen, sein Leben mit Ethan. Während seiner zeit mit ihm, stellt sich der Hund die Frage nach dem Sinn des Lebens. Hier wichtig: Der Sinn des Lebens für einen Hund. Ihm ist schnell klar, dass sein Sinn darin besteht Ethan glücklich zu machen. Eine Aufgabe die mit dem Alter des Kindes immer schwieriger wird. Als ein schwerer Schicksalschlag Ethans Leben aus der Bahn wirft, scheint es fast unmöglich. Umso schlimmer, dass Bailey bald darauf stirbt. Wiedergeboren als Polizeihund, stellt Ellie überraschend fest dass sie sich immer noch an ihr Leben als Bailey und an Ethan erinnern kann. Ihr neuer Mensch, Jakob, scheint sie aber genauso nötig zu haben. Ellie tut alles um Jakob von seiner Einsamkeit zu befreien, ebenso bei ihrem nächsten Menschen Maya.
Ethan ist schon fast in Vergessenheit geraten, in Baileys neuestem, ziemlich schrecklichen Leben, staunt er nicht schlecht als er eine bekannte Fährte wahrnimmt. Könnte er es nach Hause geschafft haben? Und könnte Ethan ihn immer noch brauchen? 
Zu Tränen gerührt hat mich Bailey leider zu keinem Zeitpunkt. Dennoch würde ich das Buch vor allem Menschen ans Herz legen die erst kürzlich einen Hund gekriegt haben. Ich finde bei jedem Hundeerwerb sollte das Buch mitgereicht werden. Zur Sensibilisierung. 

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