Freitag, 13. Oktober 2017

Meine erste Lovelybox! Thema Herbst by Kiepenheuer & Witsch!

@lovelybooks.de














Seit es die #Lovelybox gibt melde ich mich an, und versuche mein Glück. Zugegeben, nur zu den Boxen die mich auch Inhaltlich interessieren. Eine Krimi/Thriller Box oder Sachbuch, brauch ich nicht, und fänds Schad eine zu gewinnen, wenn ein anderer Mitfieberer sich wahnsinnig darüber freuen würde. 
Literarische Highlights und auch noch von KiWi? HER DAMIT! 
Zum ersten Mal soll mir das Glück hold sein, paar Tage nach der Anmeldung kam die Email: "Gleich wirst du vor Freude hüpfen." 
Gackelchensbooks Instagram



Einige Tage später sollte ich zum ersten Mal die Kiste in der Hand halten. Was für ein Ding! So gross sieht sie auf den Fotos der anderen Gewinner nie aus. Selbst mein Freund meinte, dass die Box echt Schick ist. 
Neben Lesezeichen und lieben Briefchen befanden sich 3 Bücher in der Box. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Kiepenheuer & Witsch Verlag. Zum Glück hatte ich auch noch keines der Bücher zuhause! Der Titel von Norman Ohler war mir bis dahin auch unbekannt. Wer wie ich den einen, oder mehrere, oder gar keinen der Titel kennt, hier kommt eine kleine Auflistung der Bücher. 



Buch Nummer 1: Die Unzertrennlichen von

Stuart Nadler hat bereits mehrere literarische Auszeichnungen erhalten, u.a. wurde er von der National Book Foundation als einer der besten fünf Autoren unter 35 Jahren ausgerufen und erhielt das Truman Capote Fellowship. Sein Debütroman »Ein verhängnisvoller Sommer« wurde von der amerikanischen Kritik begeistert aufgenommen.
Inhalt:
@KiWi
Welche Rolle spielt die Familie, wenn es hart auf hart kommt?
»Die Unzertrennlichen« ist ein hochkomischer, exzellent geschriebener Roman über drei Frauen, Tochter, Mutter und Großmutter, die immer weiter im Chaos ihres Lebens versinken.
Henrietta Olyphant hat gerade ihren Mann und fast all ihr Geld verloren, da droht eine weitere Katastrophe: Ihr Buch »Die Unzertrennlichen« soll wiederaufgelegt werden. Viele Dekaden sind vergangen, in denen sie keinen Gedanken an ihren Bestseller wider Willen über die Sexualität der Frau verschwenden musste. Das umstrittene »Handbuch für Besucher des weiblichen Körpers« mit sehr expliziten Zeichnungen von Geschlechtsorganen sollte ein feministischer Beitrag zum prüden Leben im Amerika der Sechzigerjahre sein, leider wurde es millionenfach von verklemmten Hausfrauen und lüsternen Männern gekauft und von der Kritik übel verschmäht. Oona, Henriettas Tochter und Chirurgin, ist gerade wieder nach Hause gezogen, nachdem sie sich von ihrem dauerbekifften Mann getrennt und jetzt eine Affäre mit dem Paartherapeuten angefangen hat. Ihre Tochter Lydia wiederum wird von der Schule suspendiert, weil ein Nacktfoto von ihr unfreiwillig die Runde gemacht hat.
Die drei Olyphantfrauen müssen sich zusammen ihren Dämonen stellen, das Chaos wird allerdings immer größer statt kleiner. »Die Unzertrennlichen« stellt auf hochkomische Art die Frage, ob man sein Leben wirklich planen kann und welche Rolle die Familie spielt, wenn es hart auf hart kommt. - www.kiwi-verlag.de

Buch Nummer 2: Die Gleichung des Lebens von 
Norman Ohler wurde 1970 im pfälzischen Zweibrücken geboren. Nach dem Abitur schrieb er 1990 seine erste Novelle »Der Reporter«. Mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«.
Inhalt:
Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.
@KiWi
Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.

Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt. -www.kiwi-verlag.de

Buch Nummer 3: Rimini von 

Sonja Heiss, geboren 1976, absolvierte ihr Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München. »Hotel Very Welcome«, ihr erster Kinofilm, feierte seine Premiere bei der Berlinale 2007, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und lief weltweit auf Festivals. Ihr zweiter Kinofilm »Hedi Schneider steckt fest« war für den Deutschen Filmpreis in der Kategorie Drehbuch nominiert und gewann in der Kategorie Beste Hauptrolle.

Inhalt: 

Eine ganz normale Familie, normal dysfunktional.
@KiWi
Sonja Heiss’ Romandebüt wird einiges mit Ihnen anstellen: Sie werden laut lachen, Sie werden sich selbst und Ihre Familie wiedererkennen und Sie werden mehr lesen wollen. Versprochen!
Hans ist Anwalt, reich und erfolgreich. Doch auf einmal kehrt diese irrationale Wut in ihm zurück. Seine Ehe funktioniert nicht mehr und statt mit seiner neuen Psychoanalytikerin Frau Doktor Mandel-Minkic an seinen Problemen zu arbeiten, verliebt sich Hans in sie. Seine Schwester Masha ist 39 Jahre alt, als sie beschließt, ein Kind mit ihrem Freund zu bekommen. Doch plötzlich geht er ihr schrecklich auf die Nerven. Masha begibt sich auf die panische Suche nach einem neuen Mann, doch ihre Idee, im Bett den zukünftigen Vater ihres Kindes zu finden, ist zum Scheitern verurteilt.
Alexander und Barbara, die Eltern der ungleichen Geschwister, sind seit über vierzig Jahren leidlich glücklich verheiratet und müssen sich jetzt im Alltag eines Rentnerpaars einrichten. Während Alexander sich schon einsam fühlt, wenn seine Frau in ein anderes Zimmer geht, bleibt für sie nur die Flucht. Sie ahnt nicht, was sie damit in Gang setzt. -www.kiwi-verlag.de




Freitag, 6. Oktober 2017

Empfehlung zu "Die Insel der Freundschaft" von Durian Sukegawa



Dumont-Buchverlag.de
Titel: Die Insel der Freundschaft

Autor: Sukegawa, Durian

Verlag: Dumont

Seiten: 350 Seiten

Preis: 20.00 Euro 

Letztes Jahr im September erschien "An- Kirschblüten und rote Bohnen" von Durian Sukegawa. Leser meines Blogs wissen mittlerweile sicherlich, dass ich Japanophil bin und wennmöglich jede Literatur diesbezüglich verschlinge. Dass Dumont einer meiner Lieblingsverlage ist, hat auch dazu beigetragen, dass ich "An" gleich nach erscheinen verschlungen habe. Meine Empfehlung dazu findet ihr hier: "An- Kirschlüten und rote Bohnen"
Als in den Verlagsvorschauen über das neueste Buch Durians berichtet wurde, war klar "DAS muss ich haben!", seht ihr auch in meinem "Herbsthighlights" Beitrag ;-). Das Glück sollte auf meiner Seite stehen, als Ende September Lovelybooks.de eine Leserunde zum Buch ausschrieb und ich tatsächlich ein Exemplar gewann! Wisst ihr wie lange ich schon nichts mehr dort gewonnen hatte? Es war Schicksal, oder?! Aber kommen wir mal zur Sache:


Worum es geht: 

Irgendwo im Pazifischen Ozean befindet sich die japanische Insel Aburi – ein aus der Zeit gefallenes Fleckchen Erde. Der junge Ryosuke, der seine Stelle als Koch in einem Restaurant in Tokio verloren hat, nimmt hier einen Job als Bauarbeiter an. Nicht ganz ohne Grund: Ein Freund seines toten Vaters lebt hier. Von ihm erhofft er sich eine Antwort auf die Frage, woran seine Familie zerbrach.
Die Einwohner von Aburi begegnen dem Neuankömmling skeptisch, und die Arbeit erweist sich als hart. Doch Ryosuke schließt Freundschaft mit zwei weiteren Fremden – dem draufgängerischen Tachikawa und der burschikosen Kaoru. Alle drei hadern mit der Vergangenheit, dem Leben und sich selbst. Für sie scheint es keinen Platz auf der Welt zu geben.
Doch gemeinsam begeben sie sich auf die Spuren von Ryosukes Vater – eine Suche, während derer sie lernen, sich auf die Natur und sich selbst zu besinnen. Und schließlich scheint ein Neuanfang möglich … - Klappentext @Dumont-Buchverlag.de


Meine Meinung: 



Ryosuke, ein Suizidgefährdeter alleinstehender Mann, begibt sich unter dem Vorwand auf Arbeit auf eine abgeschottete Insel. Doch eigentlich will er da ganz gezielt hin und jemanden finden. Tashikawa hat seine Schule abgebrochen und lebt in den Tag hinein, die Aussicht auf Arbeit am Meer ließ ihn zusagen. Doch eigentlich ist er auf der Suche nach seiner Bestimmung. Kaoru wurde als einzige Frau als Bauarbeiter angeheuert, und das auch nur in der Hoffnung, dass sie einen der Männer auf der Insel heiratet. Doch eigentlich will Kaoru sich selbst etwas beweisen und ihre Ängste überwinden.
Die Drei verbindet durch harte Arbeit und Ausgeschlossenheit der Einwohner ein zartes Band der Freundschaft, welches unter anderen Umständen kaum zustande gekommen wäre. Wie bereits in Sukegawas Debüt beherrscht eine sanfte, direkte Sprache die Geschichte. Mit gezielt platzierten Sätzen schafft er ein poetisches Bild, Aquarellfarben gleich.

"Es geht uns doch allen gleich. Wenn wir uns etwas vornehmen, denken wir, wir müssten es um jeden Preis erreichen. Und wenn wir es doch nicht schaffen, fühlen wir uns gleich wie Versager. Aber ich weiß nur zu gut, was es heißt, sein Leben für einen Traum zu opfern. Ein Traum darf ruhig auch ein Traum bleiben."

Wenn man weiß, dass Japaner essen lieben, ist man kaum überrascht über Sukegawas Erfolg. Auch in diesem Buch schafft er eine Handlung rund um Essen. Diesmal wird dem Leser einiges über Chevre, Ziegenkäse, beigebracht. Zugegebenermaßen hat mir der Folgeband nicht so gut gefallen wie "An", war mir das Element der Freundschaft, welches laut deutschen Titel elementar sein sollte, zu schwach. 

Geht man vom japanischen Originaltitel aus , "Die Insel der Pinza", (Auf der Insel werden Ziegen Pinza genannt ) ergibt das Buch viel mehr Sinn. 
Einen leichten mysteriösen Hauch umhüllt die Insel. Lange habe ich auf etwas übernatürliches à la Lost gewartet Eine Insel voller Aussätziger, ungewollt in der konformen Gesellschaft Tokyos. Hier kommt dann auch das Thema des Fremdenhasses in Szene. Sind die Arbeiter auch eingeflogen worden, um frisches Blut auf die Insel zu bringen, scheinen nicht allzu viele Anwohner Freude an dem Besuch zu haben. Erschreckend aktuell liest man kopfschüttelnd wie es doch anscheinend überall gleich auf der Welt zugeht...

Ryosuke als Hauptfigur war eine interessante Wahl. Die drei Figuren waren recht skurril auf ihre Art, sehr ausdrucksstark wenn man die japanische Reserviertheit im Sinn hat. Ryosuke, obwohl er kaum was sagt, zeigt mit seinen Aktionen seinen starken Lebenswillen. Auf der Insel findet er einen Grund weiterzuleben, findet Hoffnung etwas in seinem Leben leisten zu können. Für Liebhaber der japanischen Kultur gibt es hier mal einen Einblick in das leben von japanischen Einsiedlern, abwärts von Tokyo. Abgeschotten auf der Insel entsteht ein eigener kleiner Kosmos, abwärts der Grossstadtzwängen. 

Durian Sukegawa lässt einen Träumen, paar Stunden Ferien haben und ist dennoch nie seicht. Angenehm unaufdringlich. Liebe Leser, besorgen Sie sich eine Scheibe Toast, ein frisches Stück Ziegenkäse, einen tropfen Honig drauf, und genießen sie den Abend mit diesem Buch.

"Gedankenverloren berührte er seine linke Brust. Vielleicht war sein Selbst wirklich nur etwas Flüchtiges, doch unter der wulstigen Narbe pulsierte deutlich spürbar sein Herz." 





Freitag, 29. September 2017

"Lieblingsautor" Beitrag zur #Bookpassion oder wie ich als Cassandra Clare Fan zu Holly Black kam


Die liebe Janine vom http://kapri-zioes.de Blog ruft auf zur #Bookpassion! 


Na, die habe ich, dachte ich mir. Jetzt aber dennoch ein Geständnis an dieser Stelle. Das Thema Lieblingsautor soll besprochen werden. Liebe Janine, es tut mir leid. Im Grunde kann ich nicht teilnehmen, da ich keinen "Lieblingsautor" habe. Das wars dann von mir.

Nein, natürlich nicht. Den einen Lieblingsautor gibt es aber leider echt nicht. Liebe ich Harry Potter, könnte ich dennoch nicht sagen, dass Jk Rowling meine Lieblingsautorin wäre, da ich alle anderen Bücher von ihr nicht mag. Ich mag Bücher, Geschichten, nicht notgedrungen deren Schreiber.

Zugegeben von einigen Autoren habe ich mehr Bücher zuhause als von anderen. Nicholas Sparks, Jodi Picoult, Marc Levy, Murakami, Anne Rice. Die Ansammlung der Autoren kam hauptsächlich während meiner Teenagerzeit zustande. Lustigerweise ist keines der Bücher dieser Autoren in der Liste meiner Lieblingsbücher. Geht es jemandem ähnlich, man mag den Stil und hat alles gelesen, zum Lieblingsbuch wurde aber keines davon? Meine Lieblingsbücher zurzeit wären "Ein wenig Leben" und "Ab morgen ein Leben lang" jedoch hab ich von beiden Schriftstellern nur das eine Buch gelesen und kann nicht beurteilen ob sie dadurch den Titel des Lieblingsautors verdient hätten. Ich könnte sagen Eleanor & Park gehört zu meinen Lieblingsbüchern, Rainbow Rowell aber bei weitem nicht zu meinen Lieblingsautoren, gefiel mir der Rest eher Mittelmässig.


Janine, du hast vorgeschlagen eine Anektdote zu einem Autor zu schreiben, sollte es einem zu schwer fallen sich für einen Autor zu entscheiden. Hier also meine Anekdote... zu Cassandra Clare! Ja, ich bin ein Shadowhunter Fan. Das heisst, bevor die Reihe so ausgeschlachtet und in die Länge gezogen wurde. Ich hatte alle Bücher in doppelt und dreifachen Ausführung. Englisch, Deutsch, Französisch. Vor 2-3 Jahren ( Entschuldigt mein Gedächnis, ich bin alt... ) (2014!) hielt die Mayersche in Köln ein Cassandra Clare X Holly Black Event zum erscheinen des ersten Bandes der Magisterium Reihe. Was hab ich mich gefreut. Meine Heldin, im gleichen Raum wie ich! Wir standen sicherlich bereits 2 Stunden vor Termin in der Schlange, hibbelig wie sonst was, unser eines Buch im Arm ( man durfte nur 1 Buch signieren lassen ) Wir lauschten den anderen Wartenden zu, und überlegten was wir fragen sollten. eine Frage die herausstach, etwas was nicht bereits jeder vor uns gefragt haben würde. Holly Black kam und leistete der wartenden Schlange gesellschaft. Sie machte Selfies mit den Leuten, hielt Schwätzchen. Hier stand ich, wartete auf Cassandra Clare, hatte die Cooperation mit Holly Black fast gänzlich aus den Gedanken verbannt, und war beeindruckt von ihr. Vorrausschauend hatte ich ein Buch von ihr dabei, der erste Band der Elfenreihe. Mehr kannte ich bis dahin von ihr gar nicht. Holly Black war hinreissend. Wahrhaftig interessiert, und erfreut über jeden. Ich schien der erste in der Schlange gewesen zu sein, der mit einem Holly Black Buch zum signieren kam, statt mit einer Kopie des Magisteriums. Die Freude ihr eigenes Buch zu sehen war aufrichtig und gross. Selten war ich dankbarer ein Buch mitgebracht zu haben zu einer Lesung. Sie erzählte mir stolz von einem neuen Buch in dem es um Elfen gehen soll, Was sich als "Der Prinz der Elfen" herrausstellen sollte, ein weiterer Tipp von mir!



Aber ich sollte ja über Cassandra Clare berichten, nicht wahr?! Nun ja. Sie kam keine Minute früher raus als angegeben. Sass hinter ihrem Tisch und verweigerte Selfies. Sie signierte genau jeweils 1 Buch und sprach mit Holly oder einer Mitarbeiterin der Mayersche die ganze Zeit in der ich sie zu Gesicht bekam. Mit mir wechselte sie kein Wort. Auch mit meinen Freunden nicht. Nach 20 Sekunden abgespeisst. Dafür 6 Stunden Autofahrt auf uns genommen. Dieses enttäuschende Erlebnis hat mich ein wenig erschüttert und ich muss gestehen, dass ich seither keine allzu grosse Lust auf ihre Bücher habe. Lady Midnight und Lord of Shadows haben zwar den Weg in mein Regal gefunden ( Geschenke von Freunden ) gelesen habe ich sie allerdings noch nicht.

Und die Moral von der Geschichte: Erwartungen klein halten. Oder:
Ich hätte darüber schreiben sollen wie ich John Green getroffen habe.

Das dann vielleicht im nächsten Jahr zu einer neuen Ausgabe von #Bookpassion!



Montag, 18. September 2017

Rezension zu "Und wenn die Welt verbrennt" von Ulla Scheler

Randomhouse.de

Titel: Und wenn die Welt verbrennt

Autor: Scheler Ulla 

Verlag: Heyne

Seiten: 432 Seiten 

Preis: 14.99 Euro 


Worum es geht: 
Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird ... -randomhouse.de




Meine Meinung: 

Letzten Sommer hat Ulla Scheler die Leserherzen mit "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" im Sturm erorbert. Auch ich war dem Debütroman der Coburgerin erlegen. Mit höchster Ungeduld habe ich "Und wenn die Welt verbrennt" erwartet. Da ich selbst ein abgeschlossenes Kunststudium hinter mir habe, begeisterte mich vor allem der vorgegebenen Aspekt der Kunst in der Geschichte. 
Das Buch beginnt reissend, man kann es kaum aus der Hand legen, ist neugierig auf die Figuren. Wie bereits im ersten Buch versucht Scheler mit ihren Figuren nicht unbedingt zu gefallen. Ecken und Kanten, die Tiefe erzeugen sollen. In abwechselnden Perspektiven wird man Felix ins Herz schliessen, zumindest ging es mir so. Was er jedoch an Alisa findet blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel. Zu keinem Moment wurde ich warm mit ihr. Ab der Mitte nervte sie mich sosehr, dass ich fast davor war das Buch abzubrechen. Die Auflösung des grossen Dramas, auf das die Autorin hinarbeitet, kam zu spät, als dass es noch Impakt gehabt hätte. Dabei mochte ich, die Haupthandlung, das grosse Geheimniss, und die Darstellung des Umgangs mit den Konsequenzen. Mochte die Thematik der Depression und Verdrängung. Vielleicht hat mich die Zwiegespaltene Erzählweise gestört. Vielleicht hätte mir nur Alisas Stimme besser gefallen, hätte mir erlaubt mich auf sie einzulassen. So, war da immer noch einen Spalt Distanz, der vielleicht auch gewollt ist... 
Den Aspekt der Kunst, war mal gut, mal schlecht portraitiert. Nicht ganz so mitreissend wie ich erwartet hatte. Vor allem Felix' Entscheidung am Schluss zugüglich seiner Kunst war der Riss des letzten Nervs. Daran hat man gemerkt, dass nicht eine Kunststunde miterlebt wurde.  Neben diesem Manko muss ich gestehen, dass ich das Buch im August gelesen habe, und ich die Nebenfiguren vergessen habe. Ich weiss, dass Felix eine Freundin hatte, kann mich aber an nichts über sie erinnern. 

Fazit für mich: Anstrengend. Ich mag nicht immer diejenige sein, die als Einzige gehypte Bücher nicht mag oder nicht zu schätzen weiss, aber dieser Titel war leider nichts für mich. 



Donnerstag, 7. September 2017

Review "The inexplicable Logic of my Life" by Benjamin Alire Saenz [English Review]


Titel: The inexplicable logic of my life

Autor: Alire Saenz, Benjamin

Verlag: Clarion Books

Seiten: 464 Pages

Preis: -




The first day of senior year:

Everything is about to change. Until this moment, Sal has always been certain of his place with his adoptive gay father and their loving Mexican-American family. But now his own history unexpectedly haunts him, and life-altering events force him and his best friend, Samantha, to confront issues of faith, loss, and grief.

Suddenly Sal is throwing punches, questioning everything, and discovering that he no longer knows who he really is—but if Sal’s not who he thought he was, who is he?

“Words exist only in theory. And then one ordinary day you run into a word that exists only in theory. And you meet it face to face. And then that word becomes someone you know. That word becomes someone you hate. And you take that word with you wherever you go. And you can't pretend it isn't there.”

It was July 2016 when I read about a new book by Benjamin Alire Suanez. It was September 2016 when I finally remembered the title. October, November, December Alire was the only name I typed into Netgalley. It was February 2017 that my heart skipped a beat and my research actually showed me a book. THE BOOK. It was some days later when I got approved. It was several seconds later that I could breathe again. A sensation only the approval of a long wanted book could bring you. No more waiting. It was last night that I had to admit to myself that I don't like this book. It was half on hour ago that I shook my head and actually considered to stop reading it altogether. 

As so many other readers I loved loved loved loved Aristoteles and Dante. It was my favorite book of the year. I still recommend it like crazy to every person who dares asking for a recommendation.  If I only could have read one book this year, it would have been "The inexplicable logic of my life". My expectations were quite high, so maybe this review isn't really fair. Noone can expect him to write a book as good or even better than Ari & Dante. 

That's why I'm sorry. I'm sorry I had so high expectations that this book could only let me down. 

Here's what I didn't liked: 

Sam. I mean she is basically the main character. She's in every second line. I couldn't stand her. Salvador tries to dress up her flaws as cute and quirky. He can tell himself this for as long as he wants. I still don't like her. She is mean, makes fun of him, makes light of serious situations, is demanding and mobbing. She has not one girl friend and calls everyone a bitch. She runs around being a brat. She 's invasive and pushy to no limit.

For a book that tries to be very openminded and diverse I found some phrases very strange. Things like "for a gay guy, my dad was pretty straight", "one thing about Sam was that she didn't throw like a girl", "and Fito's such a schizophrenic dork", “All three of us wouldn’t make one whole Mexican”, "and Sam was supposed to be a real mexican" just didn't felt fitting.

The book feels longer than it is, and gosh it's long. Plotwise I'm afraid there isn't all too much going on. Yeah so Sal tries to figure out who he is. Several character die. He has a friend that needs help. The rest is just reflection and counting the days with his friends and family.  At a point it's just repetitive...

Knowing of the writers poetic past I didn't mind the use off overly dramatic prose. Noone talks like these people in real life. A person like Sal's Dad doesn't exist. In the beginning you follow the flow, you get into this dreamlike state, whishing for humans like Vicente. After 400 pages of his over the top speeches it's kinda over tho... 

“Life had its seasons, and the season of letting go would always come, but there was something very beautiful in that, in the letting go. Leaves were always graceful as they floated away from the tree.” 

I still gonna carry it in my store, I still gonna recommend it to customers, and my friends surely gonna read it nomatter what I tell them. For me... this was sadly quite a disspointement.

*I received an Arc of this book from the publishers through Netgalley in exchange of an honest review*

Dienstag, 29. August 2017

Rezension zu "Er und Sie - Eine Liebe in Paris" von Marc Levy

Titel: Er und Sie - Eine Liebe in Paris

Autor: Levy, Marc

Verlag: Blanvalet

Seiten: 352 Seiten

Preis: 14.99 Euro

Worum es geht: 
Sie ist Schauspielerin. Er ist Schriftsteller. Sie heißt Mia. Er heißt Paul. Sie ist eine Engländerin aus London. Er ist ein Amerikaner aus Los Angeles. Sie versteckt sich in Montmartre. Er lebt im Marais. Sie hat sehr viel Erfolg. Er nicht wirklich. Mia ist sogar ein weltweit gefeierter Star, aber Paul hat noch nie von ihr gehört, weil er in seiner ganz eigenen Bücherwelt lebt. Beide fühlen sich einsam, bis sie sich eines Tages in einem kleinen Restaurant begegnen. Obwohl Paul sie zum Lachen bringt und er Mias Ungeschicklichkeit unwiderstehlich findet, wissen beide, dass sie sich nicht verlieben dürfen ...
- Randomhouse.de




Meine Meinung:

 Als ich 14 Jahre alt war, hatte ich alle Bücher aus der Kinderabteilung unserer lokalen Bibliothek gelesen. Hilfesuchend wendete ich mich an die Bibliothekarin, welche mir "Solange du da bist" von Marc Levy in die Hand drückte. Sie habe es eben ausgelesen und mochte das Buch von dem neuen französichen Autor sehr.

Meine Teenagerzeit war geprägt von Marc Levy. Jede Neuerscheinung wurde sofort verschlungen. Die letzten Jahre habe ich keines seiner Bücher gelesen, habe mich auf andere Genres konzentriert. Im Schleier der Nostalgie werden viele Bücher besser als sie eigentlich waren, und ich bin realistisch genug um mich selbst dran zu erinnern, dass Levy jetzt nicht der beste Schriftsteller ist. Aber die Bücher haben Spass gemacht, und das ist die Hauptsache. 


Als das neue Buch, welches in Frankreich lange auf Nummer 1 platziert war und viele gute Reviews erhalten hat, bei Netgalley erhältlich war, sah ich das als Wink des Schicksals mal wieder einen Levy zu lesen. Was leichtes, erfrischendes zur Entspannung. Paul ist Schriftsteller und lebt neuerdings in Paris. Mia ist Schauspielerin und flüchtet aus einer Beziehung nach Paris. Beide treffen aufeinander. Notting Hill lässt grüssen. Klingt ganz banal, ist es leider auch. 

Paul wird einigen Lesern bereits bekannt sein, denn Marc Levy scheint ängstlich geworden zu sein, was seine Figuren angeht. Er scheint ihnen nicht zuzutrauen ein Buch selbstständig zu stemmen, weswegen er neben Paul, Arthurs bestem Freund aus den Titeln: "Solange du da bist" und "Zurück zu dir", auch Arthur und Lauren aus eben diesen Titeln mit einbezieht. Haben mir Pauls Abschnitte noch am besten gefallen, fand ich Arthur und Lauren recht hölzern eingeführt und leider auch sehr verwirrend für Leser die Levy's restlichen Werke nicht kennen. 

Die Parallelen die Levy mit Paul zieht sind dafür aber umso unterhaltsamer. Biographisch angehaucht erfahren wir, dass Paul erstes Buch auf Arthur und Lauren basiert ( Solange du da bist ), sein erstes Buch verfilmt wird, er dann von San Fran nach Paris zieht ( Marc zog von Paris nach San Fran ) und er seither versucht an den unglaublichen Erfolg seines ersten Romans anzuknüpfen, was bisher nicht gelang ( Sorry, Marc.) Nun versucht er sich an einem neuen Buch ( Inception!) mit dem er hofft an den Erfolg anzuknüpfen. Zusammen mit Mia entwickelt sich die Idee, und eine Art Liebesgeschichte. Wer sich also für Marc Levy's Arbeit interessiert bekommt in diesem Titel die meisten Eindrücke. Schade fand ich wie krampfhaft er versucht Erfolg zu haben. Arthur und Lauren wurden vom Publikum geliebt? Gut lassen wir sie schön oft vorkommen! Es ist so ein gestelltes überschütten mit allen Zutaten seines bisherigen Erfolges. Mittlerweile habe ich auch eine Vorliebe für feinfühligen Humor, sodass der Haudrauf Humor Levy's ebenfalls stellenweise eher beschämend als tatsächlich lustig war. Defintiv eher ein Titel für Marc Levy Liebhaber und Kenner seiner Werke. 

Wenn wir jetzt aber mal vergessen, dass ich sehr kritisch mit meinem Marcilein bin, haben wir tatsächlich ein unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen. Vieles hätte ich nicht gebraucht und wenn man berücksichtigt, dass er nun mal nicht der beste Schriftsteller da draussen ist, kann man sehr viel Spass mit dem Titel haben. Ich selbst habe es innerhalb 2 Tage verschlungen, trotz der Kritiken! So enttäuscht ich teilweise war, aufhören zu lesen wollte ich zu keinem Moment. 

Lachen musste ich dann aber doch einmal. Mia geht in eine Buchhandlung um sich seine Bücher zu holen. Der Buchhändler versucht ihr etwas mit mehr Niveau anzudrehen, woraufhin sie fragt, ob er Paul's Bücher gelesen hat. Der Buchhändler verneint, worauf Mia fragt auf welcher Basis der Buchhändler dann einschätzen könne wie Niveauvoll Pauls Schreibe ist und dass sie dann doch liebe die Bücher in einer niveauloseren Buchhandlung kaufen wolle. Wir hatten fast eins zu eins die Situation mit einer Kollegin von mir, die jetzt nicht mehr bei uns arbeitet. 


@Roman Kugge
Als Mia ihn fragt, welches Buch sie von ihm lesen soll und vorschlägt mit dem Ersten zu beginnen, verneint er vehement. "Du willst doch auch nicht, dass deine Gäste dich nach dem ersten Gericht beurteilen, dass du je gekocht hast?!"  Ich weiss nicht was Marc für ein Problem mit seinem ersten Buch hat, aber ich für meinen Teil würde es immer noch jedem Empfehlen. Am besten auch vor diesem, und die Anspielungen auch schön geniessen zu können.

"Novels should reflect reality to some extent, otherwise they risk being sentimental. "
"Who cares? All the people who don't like happy endings can go and wallow in their own pessimism, as far as I'm concerned."

Dienstag, 22. August 2017

Empfehlung zu "Exit West" von Hamid Mohsin

Dumont-buchverlag.de

Titel: Exit West

Autor: Hamid, Moshin


Verlag: dumont-buchverlag.de


Seiten: 224 Seiten


Preis: 22.00 Euro



"In a city swollen by refugees but still mostly at peace, or at least not yet openly at war, a young man met a young woman in a classroom and did not speak to her."


Worum es geht: 

In einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, in einem muslimisch geprägten Land, das am Rande eines Bürgerkriegs steht, in einer Stadt, die namenlos bleibt, lernen sie sich kennen: Nadia und Saeed. Sie hat mit ihrer Familie gebrochen, fährt Motorrad, lebt säkular und trägt ihr dunkles Gewand nur als Schutz vor den Zudringlichkeiten fremder Männer. Er wohnt noch bei seinen Eltern, ist eher schüchtern und nimmt die Ausübung seiner Religion sehr ernst. Doch während die Stadt um sie herum in Flammen aufgeht, sich Anschläge häufen und die Sicherheitslage immer prekärer wird, finden die beiden zusammen. Sie wollen eine gemeinsame Zukunft, in Freiheit. Und da sind diese Gerüchte über Türen, die diejenigen, die sie passieren, an ferne Orte bringen können. Doch den Weg durch diese Türen muss man sich mit viel Geld erkaufen. Als die Gewalt weiter eskaliert, entscheiden sich Nadia und Saeed, diesen Schritt zu gehen. Sie lassen ihr Land und ihr altes Leben zurück ...
- Dumont Buchverlag

He was an independent-minded, grown man, unmarried, with a decent post anda good education, and as was the case in those days in his city with most independent-minded, grown men, unmarried, with decent posts and good educations, he lived with his parents.

Meine Meinung: 

Bereits in der Vor-Vorschau des Herbstprogrammes des Dumont Verlags, war ich verkauft. Ich gehöre zu den Glücklichen, die ein Leseexemplar von Exit West ergattern konnte. Paar Monate später die Nachricht, dass das Buch auf der diesjährigen Longlist platziert wurde. Diese News hat meine Vorfreude auf das immer noch nicht erhaltenen Buch nur noch mehr angestachelt! Im Herbstprogramm dann endlich ein Cover, und ich war immer noch begeistert.  

Lasst mich euch erzählen, warum auch ihr es lesen solltet:

In einem vom Autor unbenannten Land fangen Saeed und Nadia an zu Daten. Er ist sich sicher, dass er sie liebt, sie will sich noch etwas Zeit lassen. Diese Zeit läuft aber davon als das Bomben beginnt. Brutal und ehrlich wird der Alltagsterror in den fremden Strassen beschreiben, welche ebenso gut die eigenen sein könnten. Der Krieg wird nicht in den Vordergrund gestellt, sondern die Beziehung und wie sie von Zwangsgemeinschaft zu Entfremdung wechseln kann. Beide hatten keine Zeit zu sehen, ob ihre Beziehung von Bestand sein könnte, als sie gezwungen wurden gemeinsam mehrere Länder zu durschqueren, der einzige Halt des Anderen. Die Gefühle auf die Probe gestellt, als sie über Mykonos in London unterschlupf finden und zum ersten Mal in Monaten durchatmen können. 

Saeed flüchtet sich in Religion und sucht seinesgleichen. Nie hat er endgültig sein Land verlassen wollen. Nadia spendet ihm in so weit trost, dass sie den gleichen Hintergrund teilt.  Nadia wollte bereits vor den Terroranschlägen weg, und wirft sich mit einer Leidenschaft in das neue Leben, will sich anpassen und vergessen. 

She watched bombs falling, women exercising, men copulating, clouds gathering, waves tugging at the sand like the rasping licks of so many mortal, temporary , vanishing tongues, tongues of a planet that would one day too be no more.


Die Flüchtlingskrise aus der Sicht der Flüchtlinge, und welche Probleme einen Heimsuchen, selbst wenn man angeblich in Sicherheit ist, beschreibt Hamid schon fast poetisch. In wundervoller Sprache, pointiert, lässt er uns einen Schrecken durchleben, den niemand erfahren sollte. 


Für Fans von " Gott ist nicht Schüchtern" von Olga Grjasnowa


Am 13. September wird die Shortlist für den Man Booker Preis annonciert, am 17. Oktober dann der Gewinner. Fingers Crossed!

Dienstag, 15. August 2017

Gastbeitrag: Empfehlung zu "Ready Player One" von Ernest Cline

tor-online.de

Titel: Ready Player One

Autor: Cline, Ernest

Verlag: Fischer Tor

Seiten: 544 Seiten

Preis: 9.99 Euro



Buchclubs kann man nie genug haben. Und Diskussionen über Bücher schon 2x nicht. Aus diesem Grund haben eine Freundin und ich begonnen mindestens 1 Buch pro Monat gemeinsam zu lesen und uns dann darüber zu unterhalten. Für August schlug Christina "Ready Player One" von Ernest Cline vor und hatte es innerhalb 2 Tagen durch. Wir sollten gar nicht erst bis Ende des Monats warten um darüber zu diskutieren! Ihre Meinung könnt ihr hier nachlesen, in ihrer ersten Rezension, exklusiv für Gackelchensblog:




Inhaltsangabe 2.0 – Ready Player One von Ernest Clines
In nicht gar allzu ferner Zukunft ist die Welt zu einem Ort geworden, dem jeder entfliehen möchte. Die Erdölvorräte sind verbraucht, die Umwelt ist zerstört und ein Großteil der Bevölkerung lebt in Armut. Der einzige Lichtblick bzw. Ausweg für viele ist die OASIS (Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation) – eine virtuell erschaffene Welt, die alles bietet was der Mensch sich wünscht und mehr. Man kann in der OASIS zur Schule gehen, einen Arbeitsplatz finden, Verreisen, eine Stadt besichtigen, ins Museum gehen, Fußball spielen, Abenteuer erleben, … – selbst sich verlieben und eine virtuelle Familie gründen. Alles was man dazu braucht ist ein Computer mit Internetanschluss und einen Visor. Welcher den Spieler fühlen und sehen lässt, was er/sie gerade erlebt.
Doch die OASIS ist nicht nur ein wundervoller Ort – sie hat auch ein Geheimnis. Ihr Schöpfer – James Halliday (ein Nerd der Superklasse) – hat in der OASIS ein “Easter Egg” versteckt, welches durch drei ebenfalls versteckte Schlüsseln gefunden werden kann. Der Finder dieses „Easter Eggs“ wird das unglaubliche Erbe von James Halliday erhalten. Aber um alle Schlüssel zu finden muss man die Rätsel, welche sich James Halliday ausgedacht hat, erst einmal knacken.
Hier kommt unser Protagonist Wade Watts ins Spiel, ein in Armut lebender Junge, welcher sich nichts sehnlicher wünscht als seiner Realität zu entkommen. Somit beginnt die Suche nach dem ersten Schlüssel und eine aufregende Schnitzeljagd durch die Popkultur der 80er Jahre und mehreren Universen, welche auch einige Hindernisse mit sich bringt.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Ich möchte mich zwar nicht als Nerd der Superklasse bezeichnen, aber natürlich schlummert auch in mir ein kleiner Nerd, bei dem dieses Buch wildes Herzklopfen vor Begeisterung ausgelöst hat und den Drang das Buch zu verschlingen, vermittelt hat. Manchmal ist die Lösung zwar etwas einfach, aber man fiebert trotzdem mit Wade mit – bis zum Ende!
Natürlich gibt es auch einen kleinen Wehmutstropfen – warum muss es denn eigentlich immer geben!? – allerdings kann ich ihn euch nicht verraten, weil ich euch ansonsten zu viel von der Geschichte preisgeben. Ihr müsst somit wohl das Buch selber lesen um herauszufinden, was ich meine!
-CM

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Ja Christina war total begeistert und zwingt mittlerweile jeden den sie kennt, das Buch zu lesen. Ich persönlich fand es hat einige Schwachstellen. Unter anderem ist es geschrieben wie ein Jugendbuch, Publikum so von 13 Jahren an. Leider sind die 80er-Jahre Referenzen selbst mir teilweise zu Hoch, und ich hab Grossteile davon mitbekommen. James Halliday, die Gottfigur des Romans, erwartet von seinen Spielern, dass sie genauso 80s Fan sind wie er. Das gleiche erwartet der Autor, gottgleich, von seinen Lesern. 
Zum Glück ist die Handlung, so dünn sie auch manchmal ist, spannend genug um den Leser auch dann noch zu fesseln, wenn Wade sich in Details verliert. Trotz der Mängel habe auch ich das Buch verschlungen. Habe mich gefreut wenn ich eine Referenz verstanden habe und mitgefiebert gegen die IOIler. 

Fazit: Wir waren uns einig und mochten es. Sehr zu empfehlen. Ich bin gespannt auf die Verfilmung! 




Sonntag, 6. August 2017

Rezension zu "Wie das Feuer zwischen uns" von Brittainy Cherry

Lübbe.de - LYX Verlag

Autor: Cherry, Brittainy

Titel: Wie das Feuer zwischen uns

Verlag: LYX Verlag

Preis: 12.90.-

Seiten: 383 Seiten



Worum es geht: 
Es gab einmal einen Jungen, den ich liebte.
Logan Francis Silverstone und ich waren das komplette Gegenteil. Ich tanzte, er stand still. Er brachte kein Wort heraus, ich hörte nie auf zu reden. Er konnte sich kaum ein Lächeln abringen, während ich zu keinem einzigen finsteren Blick fähig war. 

Doch in der Nacht, als er mir die Dunkelheit zeigte, die in ihm tobte, konnte ich nicht wegsehen. 

Wir waren beide zerbrochen und zusammen doch irgendwie ganz. Alles an uns war falsch, und doch fühlte es sich irgendwie richtig an. 

Bis zu dem Tag, als ich ihn verlor. 
Es gab einmal einen Jungen, den ich liebte. 
Und ich glaube, ein paar Atemzüge lang, für einige wenige Momente liebte er mich auch. 


Meine Meinung: 
Wie ihr hier lesen könnt, war ich von "Wie die Luft zum Atmen" positiv überrascht und freute mich sehr auf den Fortsetzungsband!

Wie sich herausstellte, war >zu Hause< kein bestimmter Ort, sondern ein Gefühl, das von den Menschen ausging, die ich am meisten liebte, ein Gefühl von Frieden, dass das Feuer in meiner Seele beruhigte. 
Alyssa ist das liebe, angeblich dickliche, Mädchen, dass sich mit dem Bad Boy der Stadt anfreundet. Logan nimmt Drogen und reisst haufenweise Frauen auf, die er genauso schnell wieder loswird. Alyssa ist der einzige Lichtblick in seinem furchtbaren Leben, aber natürlich würde er sich nie erlauben Gefühle für sie zuzulassen. Alyssa liebt Logan. Logan liebt Alyssa, aber es darf niemals sein.  
Ich wollte ihr meine Seele öffnen und ihr erzählen, wie oft ich von ihr träumte. Doch dann erinnerte ich mich daran, wer ich war und wer sie war und warum ich diese Worte nicht aussprechen konnte. 
Ja, sorry aber das hatte ich ein wenig zu oft. Edward war ja noch irgendwie erträglich damit, da für mich damals die erste Figur mit dem Selbsthass war. Zwischenzeitlich hat man das Young Adult so mit der selbst geisselden Figur überschüttet, dass ich nicht mehr als ein Augenrollen dafür übrig habe.  
Nun kenne ich aber die anderen Titel von Cherry und weiss, dass sie zu überraschen weiss! Obwohl ich zu Beginn recht enttäuscht war von der Promisse, erwartete ich etwas Grosses! Die beiden bleiben wirklich nur Freunde! Er findet seine grosse Liebe und verändert sein Leben ohne Alyssa! Sie stirbt wegen seinem Vater! Irgendwas, was die Geschichte bisschen besonders machen würde, statt einem Abklatsch von der After Serie, oder die Thoughtless Reihe von S.C. Stephens.
Leider habe ich letztendlich vergeblich gewartet. Es las sich wie ein Mix aus allen New Adult Klischees die es da draussen schon gibt und eine Prise Tele Novela dazu. Übertheatralisch wird Logan als leidende Figur ausgebeutet, während Alyssa brav und keusch auf seine Rückkehr wartet. Erst durch ein Familiendrama sind beide gezwungen wieder miteinander zu interagieren und ACH, DIE GEFüHLE! lassen sich einfach nicht ausschalten. 
Und dennoch bin ich auf Band 3 der "Elements" Serie gespannt, die man übrigens alle separat lesen kann. 

Die Leute, die immer wieder zurückkommen, egal, wie oft wir Mist gebaut und sie von uns gestossen haben. Das ist unser ganz eigener Stamm. Diese Menschen hier, ihre Probleme, das ist mein Stamm. Also ja, wir fallen, aber wir fallen gemeinsam. Und wir werden gemeinsam wieder aufstehen. 

Danke an Netgally und Lübbe/LYX für das Rezensionsexemplar.