Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezension zu "Wir beide vielleicht" von Kemper Donovan

Autor: Donovan, Kemper
Titel: Wir beide vielleicht
Verlag: Goldmann
Seiten: 381 Seiten
Preis: 9.99.-


Worum es geht: 

Richard und Elizabeth sind beide um die 30 und leben in L.A. – ansonsten haben sie wenig gemeinsam. Während der chaotische Richard sich als Filmproduzent gerade so über Wasser hält, arbeitet die smarte Elizabeth erfolgreich als Anwältin. Kein Wunder, dass sie sich bisher nie begegnet sind. Das ändert sich, als ein unbekannter Gönner ihnen je 500.000 Dollar verspricht. Einzige Bedingung: Sie müssen sich ein Jahr lang einmal pro Woche treffen. Ihr Plan: Sie ziehen die 52 Dates durch, jeder sackt seine halbe Million ein — und geht danach wieder seiner Wege. Noch ahnen sie beide nicht, wie sehr diese Begegnungen ihr Leben verändern sollen ...




Meine Meinung:

Eine Synopsis die an Filme a la 2 Millionen Dollar Trinkgeld erinnert und das Filmschema gekonnt durchzieht. Problemlos kann man die Geschichte als Film vor sich sehen, und das Lesen fühlt sich an wie Filmschauen. Der Stil ist der Geschichte angepasst, nicht zu hochtrabend, nicht zu flach. Der Autor verliert sich manchmal in Vor- und Rückblenden, was aber überschaubar bleibt.


Das Paar wird schnell, und ohne grosse Einführung zueinander geführt, sodass der Großteil der Geschichte sich auf das Kennenlernen konzentriert. Gleich zu Beginn wird klargestellt, dass die beiden etwas verbindet, was, kriegen sie nicht gesagt. Das ist der Grund, den der Leser zum weiterlesen animiert.

Richard und Elizabeth sind beide ein bisschen flach porträtiert, was es dem Leser eventuell schwer tun könnte sich auf sie einzulassen. Der Autor versucht mit viel Geschichte den Charakteren Leben einzuhauchen, doch meistens bleibt es bei genau dem, eine Geschichte. Vor allem das Ende kam dann irgendwie zu rasch, die Gefühlsentwicklung war mir leider nicht nachvollziehbar, trotz schönem Aufbau. Die Gefühle fehlten, dem Leser und den Figuren. Dabei versucht Donovan so so so angestrengt mehr zu sein, als nur eine 08/15 Liebesgeschichte, was dieses Buch auch definitiv
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nicht ist. Viele Filme und Bücher werden besprochen, immer wieder ein netter Bonus.

Leider viel es mir schwer etwas zu empfinden. Die Sprache ist nicht schlecht und das Buch liest sich sehr angenehm, allerdings kümmerten mich Richards und Elizabeths Schicksal ab der Hälfte kaum noch, was am Ende der Lektüre meistens das Gefühl der Zeitverschwendung übrig lässt.

Herzlichen Dank ans Bloggerportal für das Leseexemplar.

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