Mittwoch, 12. Oktober 2016

Empfehlung zu "Our chemical hearts" von Krystal Sutherland

Titel: Our chemical Hearts

Autor: Sutherland, Krystal

Verlag: Penguin Random House

Preis: 14.99 .-

Seiten: 320

Worum es geht:

Henry Page war noch nie verliebt, und ist überrascht als sich die Liebe in sein Leben schleicht. Ganz anders als erwartet, nicht mit Paukenschlag, sondern mit Gehstock, schlürft Grace Town in sein Herz. Grace, die in viel zu weiten Jungskleidern und ungewaschenen Haaren die Schule wechselt, fasziniert ihn. Als sie sich den Editor Job der Schülerzeitung teilen, kommen sie sich näher. Doch je mehr Henry von Grace erfährt, desto deutlicher wird, dass mit ihr zusammen zu sein heißt, bis an die Grenzen gehen. Denn Graze hat Geheimnisse, von denen sich Henry allerdings nicht einschüchtern lässt. Zum Glück hat Henry Freunde, auf die er sich verlassen kann wenn es Hart auf hart kommt.


Meine Meinung:

Henry Page und Grace Town, I mean come one? "A perfect John Green & Rainbow Rowell Mix" wird ja öfters behauptet, in der Hoffnung ein Titel gut zu verkaufen. Hier kann ich mich zum ersten mal an die Aussage anschließen Die Dialoge zwischen Henry und seinen freunden, die Beziehung zu den Eltern, erinnert an John Green. Sowie Henry und Grace aber alleine sind erscheint eine "Rowell"ische Lyrik die an Eleanor & Park erinnert. Sutherland weiss es hervorragend die Zutaten zu mischen und etwas richtig Gutes zu produzieren. Our chemical Hearts ist eine traurig schöne Liebesgeschichte die es in jedes Jugendbuchregal verdient hat. Enter Stage: Hazel Grace Town, ups sorry, Grace Town und Henry Page der angehende Schriftsteller. Graze ist auf gar keinen Fall ein Klischee Manic Pixie Dream Girl aber vielleicht dann doch ein bisschen. Henry ist auf gar keinen Fall der einfühlsame Jugendbuchheld der gut mit Worten kann, bloß dass er es ist. Wenn die Chemie und meine Laune stimmt, kann mich das sehr unterhalten! ( -> Siehe "Die Anatomie der Nacht" von Jen Bennett)




"So what's your story, Henry Page?" she said. [...] "Give me all the gory details."
"I, um. Well." I got stage fright. "I like pina coladas and getting caught in the rain?" I said weakly.
"Don't you find it strange that whenever someone asks you to describe yourself, you draw a blank?"




Neben der Liebesgeschichte, spielen die Freundschaften eine große Rolle. Henrys Freunde sind seine Familie, ebenso wie er einen recht freundschaftlichen Ton mit seinen Eltern hat. Herrlich abgedrehte Individuen werden uns hier präsentiert. Als Leser kann man sich davor retten, man muss sie alle ins Herz schließen Die Freunde stellen ihn

Haben mich die Popkulturreferenzen bei "Holding up the Universe" schrecklich genervt, kam ich diesmal kaum aus dem Schmunzeln raus, so passend eingebracht waren sie. Man glaubt den Kiddies hier, was sie von sich geben. Kein Dialog wirkt aufgesetzt, und dabei gibt es auch hier gehört "over the top" Unterhaltungen.

Mein größtes Manko bei dieser Geschichte war leider die Vorhersehbarkeit von Hazel Grace's, ups sorry, Grace's Problem. Nicht, dass es stört bereits ab Seite 15 zu wissen was ihr Problem ist, aber das Henry so lange auf dem Schlauch steht, war dann doch irgendwann nervig. Ausserdem das Bedürfnis alle Namen mit Spitznamen zu ersetzen, teilweise sogar mehrere für eine Figur, in einem unerklärlichen Wechsel. Warum kann Sadie nicht einfach Sadie sein, sondern muss Suds gerufen werden?

Die Mitte hat mir zugegeben Angst gemacht. Ist dies, das Bild einer Beziehung, dass die Autorin den Jugendlichen mit auf den Weg geben will? Zum Glück hat alles seine Berechtigung und das perfekte Ende erklärt alles. Der Schluss reißt wirklich alles wieder raus. Sehr realistisch wird mit den Problemen umgegangen, sehr erwachsen. Eine Geschichte über ungesundes Verhalten, den Umgang damit, und dass Liebe manchmal doch nicht alles ist.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen