Montag, 31. Oktober 2016

Empfehlung "The Sun is also a Star" von Nicola Yoon ( English Version )

Title: The sun is also a star

Author: Yoon, Nicola 

Publisher:  Delacort Press
 
Pages: 384


Headline: new book by Nicola Yoon manages to exceed expectations of one critical reader!

The cast consiste of: 

Natasha: I’m a girl who believes in science and facts. Not fate. Not destiny. Or dreams that will never come true. I’m definitely not the kind of girl who meets a cute boy on a crowded New York City street and falls in love with him. Not when my family is twelve hours away from being deported to Jamaica. Falling in love with him won’t be my story.
Daniel: I’ve always been the good son, the good student, living up to my parents’ high expectations. Never the poet. Or the dreamer. But when I see her, I forget about all that. Something about Natasha makes me think that fate has something much more extraordinary in store—for both of us.
The Universe: Every moment in our lives has brought us to this single moment. A million futures lie before us. Which one will come true?

The sun is also a star
a History of before:

"There's a Japanese phrase that I like: koi no yokan. It doesn't mean love at first sight. it's closer to love at second sight. It's the feeling when you meet someone that you're going to fall in love with them." 
This seems to match with my Yoon relationship. Of course I 've read "Everything Everything" but it didn't thrill me. It was nice and surprising refreshing but I never ran around gushing about it. Still, having the Koi no Yokan feeling, I knew we would get there. At some point I would  fall in love with her work. If this story wasn't it, so maybe "The Sun is also a star" would convince me? ( yes, yes, definitely! )



 follwed by a rambled recommandation of sort: 

"He thinks my hair smells like spring rain. I'm really trying to remain stoic and unaffected. I remind myself that I don't like poetic language. I don't like poetry. I don't even like people who like poetry. 
But I'm not dead inside either."


Observable Fact: Instalove is not something I like, but I did love it here. 
The only reason Nicola Yoon can pull off this "We're in Love after 4 hours of acquaintance" are her characters. You cannot not believe Daniel. Of course he's already in love with Natasha, because it's Daniel. The reader is already loving Natasha as well. And how could you not love Daniel? These two make you believe in love at first ( ok, second )  sight again.
The story is pretty basic: Boy meets girl, they spend some hours, fall in love. Natashas adventure for the day is to stop the deportation to Jamaica, Daniel's adventure is to get to an interview for Yale. How to fill the pages? With perfectly placed little pieces of history regarding people they meet or products they're using. Everything you do has an impact on your surrounding, giving these insights about these extras in this play is a delightful change of scenery. The pieces missing in a puzzle. 


Observable Fact: I like diversity. 
The little background into Jamaican and Korean cultur as well as the historical bits were well included into the story and gave a little Romeo and Juliet vibe to the lovestory. Daniel suffers from the expectations his parents put on him, while Natashas suffers from decision her parents made. 
Even though I don't like New York, the story setting there made me long for another trip to New York.

"And then there is you. I didn't know you this morning, and now I don't really remember not knowing you."

Dienstag, 25. Oktober 2016

Empfehlung zu "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler

Autor: Scheler, Ulla

Titel: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Verlag: Heyne fliegt

Seiten: 368 Seiten

Preis: 14.99.-


Worum es geht:  

Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …



Meine Meinung: 

"Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung." Der erste Satz weiß den Leser bereits zu fesseln!

Im August und September 2016 war es egal welche Buchblogger man folgte, welche Sozialmedia man aufmachte, gefühlt jeder sprach über Ulla Scheler und ihr Buch. Zugegeben weder der Titel noch das Cover waren hilfreich beim Versuch das Buch in eine Schublade zu stecken. Thriller, Liebesgeschichte, ist es überhaupt ein Jugendbuch? Vom ersten Blick war es schwer zu erfassen. Die ausschließlich positive Resonanz machte mich allerdings nach der 3. Woche neugierig. Es sollte noch 2 Monate dauern bis ich endlich selber dazu kam, es zu lesen. Morgens um 9 begonnen, Nachts um halb 2 beendet, war es seit langem wieder ein "Ich sag alles ab, muss weiterlesen"-Buch.

Die einzigen negativen Rezensionen konzentrieren sich darauf, dass erstmal nicht wirklich viel Handlung vorhanden ist. Die unangepassten Charakteren, machen sich keine Freunde, scheinen sie wie zwei fremdartige Planeten die nur um sich selbst drehen, ihr eigenes kleines Universum bilden. Die Autorin weiß eine Faszination darauf aufzubauen, wenn der Leser auch kaum Verständnis für sie hat. Vor allem Ben und sein Verhalten machen es einem sehr sehr schwer, dennoch kommt man nicht drum herum, die Worte wie im Sog aufzusaugen.

"Wir machten die Leute um uns herum wahnsinnig, aber wir fühlten uns golden."

In ihrem Egoismus ziehen sie noch weitere Menschen in ihr Spektakel, und wie bei einem Autounfall, können auch diese nicht so recht wegsehen. Sam, ein wenig verloren, alleine und einfühlsam, versucht sein Bestes und wird doch immer auf Distanz gehalten. Bis zum Schluss versucht Sam für Hannah da zu sein, sehr zu meinem Unverständnis. Chloé, trotz guter Begründung, ist ein weiterer schwieriger Charakter, der sich auch mehr gefallen lässt, als manch ein anderer würde. 08/15 Schema kann man Scheler keinesfalls vorwerfen.

Der Mix aus allem sorgt für eine Achterbahn der Gefühle, bis hin zum explosiven Ende. Ein Feuerwerk zum Abschluss, der für Atemlosigkeit sorgen wird.

Liest sich wie eine angenehme Mischung aus Antonia Michaelis und Sarah Kuttner.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Rezension zu "Wir beide vielleicht" von Kemper Donovan

Autor: Donovan, Kemper
Titel: Wir beide vielleicht
Verlag: Goldmann
Seiten: 381 Seiten
Preis: 9.99.-


Worum es geht: 

Richard und Elizabeth sind beide um die 30 und leben in L.A. – ansonsten haben sie wenig gemeinsam. Während der chaotische Richard sich als Filmproduzent gerade so über Wasser hält, arbeitet die smarte Elizabeth erfolgreich als Anwältin. Kein Wunder, dass sie sich bisher nie begegnet sind. Das ändert sich, als ein unbekannter Gönner ihnen je 500.000 Dollar verspricht. Einzige Bedingung: Sie müssen sich ein Jahr lang einmal pro Woche treffen. Ihr Plan: Sie ziehen die 52 Dates durch, jeder sackt seine halbe Million ein — und geht danach wieder seiner Wege. Noch ahnen sie beide nicht, wie sehr diese Begegnungen ihr Leben verändern sollen ...




Meine Meinung:

Eine Synopsis die an Filme a la 2 Millionen Dollar Trinkgeld erinnert und das Filmschema gekonnt durchzieht. Problemlos kann man die Geschichte als Film vor sich sehen, und das Lesen fühlt sich an wie Filmschauen. Der Stil ist der Geschichte angepasst, nicht zu hochtrabend, nicht zu flach. Der Autor verliert sich manchmal in Vor- und Rückblenden, was aber überschaubar bleibt.


Das Paar wird schnell, und ohne grosse Einführung zueinander geführt, sodass der Großteil der Geschichte sich auf das Kennenlernen konzentriert. Gleich zu Beginn wird klargestellt, dass die beiden etwas verbindet, was, kriegen sie nicht gesagt. Das ist der Grund, den der Leser zum weiterlesen animiert.

Richard und Elizabeth sind beide ein bisschen flach porträtiert, was es dem Leser eventuell schwer tun könnte sich auf sie einzulassen. Der Autor versucht mit viel Geschichte den Charakteren Leben einzuhauchen, doch meistens bleibt es bei genau dem, eine Geschichte. Vor allem das Ende kam dann irgendwie zu rasch, die Gefühlsentwicklung war mir leider nicht nachvollziehbar, trotz schönem Aufbau. Die Gefühle fehlten, dem Leser und den Figuren. Dabei versucht Donovan so so so angestrengt mehr zu sein, als nur eine 08/15 Liebesgeschichte, was dieses Buch auch definitiv
fictionologist tumblr
nicht ist. Viele Filme und Bücher werden besprochen, immer wieder ein netter Bonus.

Leider viel es mir schwer etwas zu empfinden. Die Sprache ist nicht schlecht und das Buch liest sich sehr angenehm, allerdings kümmerten mich Richards und Elizabeths Schicksal ab der Hälfte kaum noch, was am Ende der Lektüre meistens das Gefühl der Zeitverschwendung übrig lässt.

Herzlichen Dank ans Bloggerportal für das Leseexemplar.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Empfehlung zu "Our chemical hearts" von Krystal Sutherland

Titel: Our chemical Hearts

Autor: Sutherland, Krystal

Verlag: Penguin Random House

Preis: 14.99 .-

Seiten: 320

Worum es geht:

Henry Page war noch nie verliebt, und ist überrascht als sich die Liebe in sein Leben schleicht. Ganz anders als erwartet, nicht mit Paukenschlag, sondern mit Gehstock, schlürft Grace Town in sein Herz. Grace, die in viel zu weiten Jungskleidern und ungewaschenen Haaren die Schule wechselt, fasziniert ihn. Als sie sich den Editor Job der Schülerzeitung teilen, kommen sie sich näher. Doch je mehr Henry von Grace erfährt, desto deutlicher wird, dass mit ihr zusammen zu sein heißt, bis an die Grenzen gehen. Denn Graze hat Geheimnisse, von denen sich Henry allerdings nicht einschüchtern lässt. Zum Glück hat Henry Freunde, auf die er sich verlassen kann wenn es Hart auf hart kommt.


Meine Meinung:

Henry Page und Grace Town, I mean come one? "A perfect John Green & Rainbow Rowell Mix" wird ja öfters behauptet, in der Hoffnung ein Titel gut zu verkaufen. Hier kann ich mich zum ersten mal an die Aussage anschließen Die Dialoge zwischen Henry und seinen freunden, die Beziehung zu den Eltern, erinnert an John Green. Sowie Henry und Grace aber alleine sind erscheint eine "Rowell"ische Lyrik die an Eleanor & Park erinnert. Sutherland weiss es hervorragend die Zutaten zu mischen und etwas richtig Gutes zu produzieren. Our chemical Hearts ist eine traurig schöne Liebesgeschichte die es in jedes Jugendbuchregal verdient hat. Enter Stage: Hazel Grace Town, ups sorry, Grace Town und Henry Page der angehende Schriftsteller. Graze ist auf gar keinen Fall ein Klischee Manic Pixie Dream Girl aber vielleicht dann doch ein bisschen. Henry ist auf gar keinen Fall der einfühlsame Jugendbuchheld der gut mit Worten kann, bloß dass er es ist. Wenn die Chemie und meine Laune stimmt, kann mich das sehr unterhalten! ( -> Siehe "Die Anatomie der Nacht" von Jen Bennett)




"So what's your story, Henry Page?" she said. [...] "Give me all the gory details."
"I, um. Well." I got stage fright. "I like pina coladas and getting caught in the rain?" I said weakly.
"Don't you find it strange that whenever someone asks you to describe yourself, you draw a blank?"




Neben der Liebesgeschichte, spielen die Freundschaften eine große Rolle. Henrys Freunde sind seine Familie, ebenso wie er einen recht freundschaftlichen Ton mit seinen Eltern hat. Herrlich abgedrehte Individuen werden uns hier präsentiert. Als Leser kann man sich davor retten, man muss sie alle ins Herz schließen Die Freunde stellen ihn

Haben mich die Popkulturreferenzen bei "Holding up the Universe" schrecklich genervt, kam ich diesmal kaum aus dem Schmunzeln raus, so passend eingebracht waren sie. Man glaubt den Kiddies hier, was sie von sich geben. Kein Dialog wirkt aufgesetzt, und dabei gibt es auch hier gehört "over the top" Unterhaltungen.

Mein größtes Manko bei dieser Geschichte war leider die Vorhersehbarkeit von Hazel Grace's, ups sorry, Grace's Problem. Nicht, dass es stört bereits ab Seite 15 zu wissen was ihr Problem ist, aber das Henry so lange auf dem Schlauch steht, war dann doch irgendwann nervig. Ausserdem das Bedürfnis alle Namen mit Spitznamen zu ersetzen, teilweise sogar mehrere für eine Figur, in einem unerklärlichen Wechsel. Warum kann Sadie nicht einfach Sadie sein, sondern muss Suds gerufen werden?

Die Mitte hat mir zugegeben Angst gemacht. Ist dies, das Bild einer Beziehung, dass die Autorin den Jugendlichen mit auf den Weg geben will? Zum Glück hat alles seine Berechtigung und das perfekte Ende erklärt alles. Der Schluss reißt wirklich alles wieder raus. Sehr realistisch wird mit den Problemen umgegangen, sehr erwachsen. Eine Geschichte über ungesundes Verhalten, den Umgang damit, und dass Liebe manchmal doch nicht alles ist.