Donnerstag, 29. September 2016

Empfehlung zu "Noah will nach Hause" von Sharon Guskin

Autor: Guskin, Sharon
Titel: Noah will nach Hause
Verlag: Ullstein
Preis: 18.00.-
Seiten: 432 Seiten


Worum es geht:

Die alleinerziehende Janie ist ratlos. Ihr vierjähriger Sohn Noah hat Albträume und erzählt von grausigen Dingen. Immer wieder jammert er, dass er zu seiner Mama will. Aber ist er das nicht? Nachdem die verzweifelte Mutter verschiedene Ärzte konsultiert hat, stößt sie beim Stöbern im Internet auf die Seite von Jerome Anderson, einem Psychologieprofessor, der das Phänomen der Wiedergeburt erforscht. In ihrer Not nimmt sie Kontakt zu ihm auf. Kann er Noah helfen? Und so machen sie sich mit nur wenigen Anhaltspunkten detektivisch auf die Suche nach dem Ort, dem Haus, der Familie, der Mutter, nach der Noah sich so sehr sehnt – und werden fündig. - Ullstein Verlag




"Aber es gab kein Zurück, oder? War es nicht das, was einen das Erwachsensein, das Muttersein lehrte? Man musste dort sein, wo man war. In diesem Leben, in diesem Moment."

Meine Meinung:

Eine angenehme Mischung aus Tragik und Spannung findet sich in Sharon Guskins Debüt "Noah will nach Hause" zusammen. Erstaunt über den leichten Einstieg, las ich das Buch an einem ruhigen Tag am Stück. Einfache Sprache, gute Perspektivaufteilung und sympathische Figuren lassen dieses Buch zu einer kurzweiligen Lektüre werden. Lange war ich am Zweifeln ob die Thematik mir zusagen würde, mag ich keine Krimis oder Thriller. Noah will nach Hause ist weder noch, dennoch geht es drum einem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Bevor Janie und Anderson aufeinander treffen kriegt man ein sehr echtes Bild einer alleinerziehenden Mutter, die ihr bestes versucht. Lange rätselt auch der Leser was es mit Noahs Alpträume auf sich hat.
Das Thema der Wiedergeburt wusste zu unterhalten! Zwischen den Kapiteln werden Fälle bewiesener Wiedergeburten aus dem Buch "Life before Life" von Jim B. Tucker geschildert, die teilweise für Gänsehaut sorgen.
Guskin konzentriert sich außerdem auf die Problematik der Mütter. Wie geht eine Mutter damit um, wenn das eigene Kind sie abstößt und lieber zu einer Fremden will? Wie kommen zwei Frauen damit klar das gleiche Kind zu lieben. Zu wissen was das beste für den Sohn ist, es einem aber das Herz zerreißt?! Die Liebe der Mütter steht im Fokus.
Für mich persönlich überflüssig war die Gesundheitliche Geschichte um Anderson. Zu Beginn wird er mit einer Form von Demenz diagnostiziert, worunter er während der Handlung Zusehens leidet. In wieweit das notwendig für die Geschichte war, ist mir unverständlich. Für mich ist weniger manchmal mehr.
Nichtsdestotrotz ein einnehmendes Debüt, das Lust auf mehr Sharon Guskin macht. Hoffentlich bis bald.

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