Donnerstag, 25. August 2016

Rezension zu "Die relative Unberechenbarkeit des Glücks" von Antonia Hayes


Titel: Die relative Unberechenbarkeit des Glücks

Autor: Hayes, Antonia


Seiten: 464 Seiten

Preis: 19.99 Euro




Worum es geht: 

»Alles, was geschehen kann, geschieht auch. Und genauso kann man alles vermasseln und trotzdem ein guter Mensch sein.«

Der zwölfjährige Ethan hat ein paar ungewöhnliche Talente. Physik und Astronomie sind für ihn so selbstverständlich wie Lesen und Schreiben, und er sieht die Welt auf eine Weise, die anderen Menschen nicht begreiflich ist. Die wichtigste Person in seinem Leben ist seine Mutter Claire, aber je älter Ethan wird, desto öfter fragt er nach seinem Vater, den er nie kennengelernt hat. Er weiß nicht, dass er als Baby beinahe gestorben wäre und sein Vater in der Folge verurteilt wurde. Doch dann setzt ein unerwartet eintreffender Brief eine dramatische Kette von Ereignissen in Gang … - Klappentext www.randomhouse.de 


Meine Meinung:

Die australische Presse meinte, dass "Relativity" die perfekte Lektüre für Fans von Simions Rosie Projekt wären. Klang vielversprechend! Als die deutsche Version bei mir einzog, konnte ich es kaum erwarten das Buch zu beginnen. Das Cover schrie gerade zu nach mir, im Zusammenspiel mit dem Titel, traf der Blanvalet Verlag zumindest optisch genau meinen Geschmack. Ethan macht es einem auch recht einfach in die Geschichte einzusteigen. Die ersten Kapitel sind recht einladend und zugänglich. Dies ändert sich nicht, allerdings verschwand mein Interesse im Mittelteil. Verstand ich selber nicht, fand ich das Buch doch sehr angenehm. Irgendwas konnte mich nicht fesseln. Erst das letzte Drittel erweckte wieder so etwas wie Neugierde. Die Beziehung zwischen Ethan, Claire und Mark ist vielschichtig. Die Auflösung des großen Geheimnisses sehr dramatisch und wusste mich dann noch mal zu unterhalten. Das ganze Buch rätselt man... hat Mark es getan? Hat er es nicht getan?
Mein Hauptproblem war, dass die Geschichte sich um die fehlende Beziehung zwischen Ethan und seinem Vater drehen sollte, im Mittelteil aber erst mal ellenlang seine Mobbingprobleme in der Schule behandelt werden. Die werden dann allerdings nie mehr zur Geltung gebracht, sobald sein Vater auf der Bildoberfläche erscheint...
Die wechselnden Perspektiven wären ja eigentlich ein Garant für das Näherbringen der Figuren, leider wurde ich mit keinem so richtig warm. Dass die Autorin dann auch noch versucht den Leser zu tricksen, um auf das schockierende Ende aufzubauen, verwirrt nur. Das Ende war dann aber tatsächlich gut! Sehr gefühlvoll erinnert es an einen Jodi Picoult Roman. Mit Spannung fiebert man den letzten Seiten entgegen, will man wissen ob der Vater jetzt gemacht hat, was man ihm vorwirft!
Da Physik und Naturwissenschaften als Thema sehr prominent sind, werde ich es auch kurz mal erwähnen. Die Geschichte funktioniert auch gut ohne. Allerdings sind kindliche Hauptfiguren, die sich an der Grenze zum Autismus befinden ( oder Autistisch sind ), seit "Supergute Tage oder die besondere Welt des Christopher Boone" von Mark Haddon, ein sicherer Bestandteil eines Bestsellers. ( kleines Beispiel:
- Alex Woods vs the Universe von Gavin Extence
- Grandma sends her regards & apologies von Fred Backman
- Extrem laut und unglaublich Nah von Jonathan Safran Foer )
Und will nicht jeder Autor einen Bestseller?


Kommentare:

  1. Bin gerade auf Seite 160 und kann deine Gefühle gut nachvollziehen, mein Interesse schwindet nämlich auch, obwohl die Geschichte an und für sich nett ist. Puhh...schwer, aber es scheint ja nochmal Spannung aufzukommen, dann heißt es wohl durchhalten ;)

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    1. Hallo!
      Ja leider ging es wohl vielen so. Ich hoffe du hast durchgehalten?! Und ein bisschen Spass gehabt ;) LG

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