Samstag, 21. November 2015

Empfehlung für "Zodiac" von Romina Russell

Titel: Zodiac

Autor: Russel, Romina


Seiten: 448 Seiten

Preis: 16.99.-

Ihre nachdenklichen Augen schienen all das Blau, das uns umgab, in sich aufzunehmen, bis sie heller leuchteten als der Himmel selbst. »Vertraue deinen Ängsten, Rho. Der Glaube an sie wird dich beschützen.« Ihr Blick war so durchdringend, dass ich wegschauen musste. [...] »Halte an deinen Ängsten fest«, flüsterte sie. »Sie sind echt.«


Worum es geht: 
In den Sternen liegt dein Schicksal ...
Die 16-jährige Rhoma vom Planeten Krebs verfügt – wie viele andere in der Galaxie Zodiac – über die Fähigkeit, in den Sternen zu lesen. Doch während ihre Mitschüler die Zukunft anhand genauester Berechnungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse vorhersagen, schaut Rho nur zu den Sternen auf und wartet auf ein Zeichen. Deswegen gilt sie bei den Lehrern als unverbesserliche Träumerin und ist kurz davor durch ihre Prüfung zu fallen. Doch als eine schreckliche Katastrophe das Sternbild Krebs heimsucht, bei der unzählige Menschen sterben, war Rho die einzige, die die Gefahr in den Sternen hat kommen sehen. Völlig überraschend wird sie zur neuen Wächterin von Krebs ernannt, zur obersten Sterndeuterin ihrer Heimat. Aber Rho entdeckt ein Omen in den Sternen, das nichts Gutes verheißt: Die Katastrophe von Krebs war kein Unfall. Andere werden folgen. Und vielleicht wird ganz Zodiac untergehen. Doch wer glaubt einem unerfahrenen Teenager, der ein Monster in den Sternen sieht? - Klappentext von Piper.de

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten mal Online bemerkte hab ich es nicht weiter beachtet, sieht es doch wie ein typisches Sci-Fi Buch aus. Mit typisch meine ich ein Held, zu 95 % männlicher Gattung, ballert sich einmal quer durchs All weil er was jagt/ gejagt wird/ Menschheit zu retten ist/ aus versehen in eine Verschwörung gerät. 
Bei den Sci Fi Titeln die ich mochte; Godspeed, these broken stars,..., ist das durchaus auch der Fall, nur der Umstand einer weiblichen Hauptfigur spricht mich weitaus mehr an. 
Beim zweiten mal fiel mir dann erst der Titel auf. Ich geb es zu, ich bin ein kleiner Hororskopliebhaber. Nach dem Lesen des Klappentext war es dann geschehen, das Buch musste gelesen werden!

Wir werden in die Geschichte reingeschmissen, unsere Reise beginnt auf Elara, ein Mond von Krebs. Die ersten Kapitel bringen dem Leser die Welt näher, sind durchdringt von Sternzeichenspezifischer Terminologie. Die krebsianische Lebensart wird erläutert, sowie bereits kleinere Unterschiede, dargestellt durch die Austauschstudentin Nishi von Schütze. Jedes Zeichen stellt eine andere Rasse dar, mit anderem Vokubalr und Eigenarten. Hier werden die bekannten Eigenschaften des Sternzeichen aufs höchste überspitzt. Nishi ist neugierig, wie es alle Schützen sind, und niemand erwartet etwas anderes, auf diese Klischees wird gebaut. Neugierde scheint dementsprechend ihre einzige Charaktereigenschaft zu sein. Da das Buch Rho's Geschichte erzählt steht der Krebs unangefochten im Mittelpunkt. 
Auf Rho's Reise begegnen wir die Welt Zwilling und Jungfrau, auch hier weiss die Autorin mit Details nicht zu geizen. Haben Kresianer ihre Waves, nutzen Schütze Tracker, als Armband zum Kommunizieren, Waage einen Chip im Hirn, verbunden durchs Auge. Jedes Zeichen eine eigene Kultur, trotzdem darauf bedacht zusammen zu arbeiten. 
Diese Vielfalt ist erfrischend und hat zumindest mich dazu gebracht mehr erfahren zu wollen. 

@RominaRussell.com
Mittelpunkt bildet ganz klar Rho, die nach der Kollision der Krebsianischen Monde, kurzfristig mangels Optionen zur Heiligen Mutter ernannt wird.  Dies verdankt sie ihrem instinktiven Gespür fürs Sterne lesen. Jedes Zeichen wählt einen Wächter, der im Namen des Zeichens spricht und repräsentiert, aber auch Sterne liest und für die Sicherheits des Volkes zuständig ist. Rho ist die Einzige die imstande ist den Ursprungs der Katastrophe zu entdecken, die dazu führte dass die Monde kollidierten und Krebs in Gefahr geriet. Der Rest des Buches dreht sich dann darum die anderen Wächter von der Gefahr der dunklen Materie zu überzeugen, und weitaus wichtiger, der Existenz eines dreizehnten Zeichens. 
Ich hatte keinerlei Probleme mit Rho, die Figur wird allerdings auch so ins Bild gesetzt, dass man höchstens aussetzen kann, dass sie zu gefällig ist.  

Kurz nach den ersten Kapitel verschwinden ihre Freunde im Hintergrund, haben keinerlei Tiefe und erscheinen nur noch um Rho zu unterstützen. Nishi hat noch ein paar Auftritte mehr in denen sich zeigt, was es mit sich bringt einen Freund zu haben der neugierig ist. 

Wichtiger Punkt in der Geschichte ist, wie könnte es anders sein, die Liebe. Denkt man eine ominöse Macht, die versucht in ihrem Rachefeldzug alles Leben zu zerstören und eine Sechzehnjärige, die es als einzige prophezeit und versucht die Welt zu retten, sei Geschichte genug, irrt. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen erhalten wir eine Dreiecksgeschichte! 
Matias, ein Absolvent ihrer Schule und ihr ausgewählter Mentor, stets an ihrer Seite und Hysan, ein siebzehnjährige Vertreter von Waage, buhlen um ihre Aufmerksamkeit. Wobei Matias weitaus frustrierender ist als Hysan, und von meiner Seite aus keinerlei Verständnis für Rho's Gefühle für ihn. Obwohl Mathias behauptet sie zu unterstützen, glaubt er ihr zu keinem Moment. Während Hysan ihr jedes Wort glaubt und dementsprechend handelt, zweifelt Matias selbst dann wenn ihn das Böse praktisch in den Arsch beisst. 
Obwohl ich es geliebt hätte, hätte Rho sich vorweg verweigert und auf ihre Arbeit konzentriert, hat mich die Romanze nicht gestört. Es lenkt definitiv nicht von der Haupthandlung ab.

@RominaRussell.com
Unterhaltsam, ohne allzu grosse Überraschungen, ist Zodiac dennoch einen Blick wert. Ich freu mich auf Band 2! 

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