Mittwoch, 16. Dezember 2015

Verlagsvorschauen, ein paar Highlights auf die ich mich freu

Ein Highlight jedes Buchhändlers und Viellesers ist wohl die Ankündigung: "Die neuen Verlagsvorschauen sind da / sind Online". Das Herz flattert, die Finger kribbeln. Neuer Lesestoff in Reichweite von ein paar Monaten. Das Aufschreiben beginnt und meine Wunschliste wird immer länger, hat jetzt sowieso schon unwirkliche Ausmaßes
Beim wochenlangen durchblättern der Kataloge haben es diese Titel auf meine Wunschliste geschafft. Wollen wir mal sehen, welche schlussendlich eine Empfehlung werden! Welches Buch interessiert euch am meisten?




Es muss wohl an dir liegen:
Nach "Wir in drei Worten" und "Vielleicht mag ich dich morgen" kommt endlich der neue Roman der Bestsellerautorin Mhairi McFarlane. Delia hat alles genau geplant: Bilder von langärmeligen Spitzenkleidern hängen an ihrer heimlichen Pinterest-Pinnwand, und Flyer von Hochzeits-Locations liegen in der Nachttischschublade. Seit zehn Jahren sind sie und Paul glücklich miteinander, und am Abend ihres Jubiläums wagt Delia es. Sie stellt Paul die Frage aller Fragen: Willst du mich heiraten? Paul sagt ja, scheint jedoch nicht so richtig begeistert zu sein. Anstoßen will er dann aber trotzdem. Während Paul die Getränke an der Bar bestellt, träumt Delia von Pfingstrosen in Pastelltönen. Die SMS, die sie im nächsten Moment von ihrem Zukünftigen erhält, ist jedoch keine süße Liebesbotschaft für sie, sondern für eine andere Frau bestimmt: "Oh Gott, Delia will mich heiraten. Was soll ich nur tun?" - Droemer Knaur Verlag Erscheint am 1. Februar 2016


Wetten dass wir uns lieben:                            Nach zwanzig Jahren Ehe haben sich so manche Wünsche und Träume dem Alltag gebeugt - eine ernüchternde Wahrheit auch für Sarah. Und doch hatte sie sich ihren Geburtstag anders vorgestellt: Ihr Mann Ben meint, sich auch um die Romantik nun nicht mehr bemühen zu müssen, denn mit 45 habe sie ohnehin keine Chancen mehr auf einen Anderen. Sarah ist verletzt und empört, und sie wettet, dass ihr Marktwert dem seinen in nichts nachsteht. Ben zögert nicht lange und schlägt ein. Die Regeln sind einfach: 1) Die Wette bleibt geheim. 2) One-Night-Stands sind nur mit Fremden erlaubt. 3) Liebesaffären sind tabu.Als die beiden sich auf eine dreimonatige Beziehungspause einlassen, ahnen sie noch nicht, dass sie jede der drei Regeln brechen werden. - Hoffmann und Campe Erscheint am 10. März 2016





Kirschblüten und rote Bohnen:                   Sentaro ist gescheitert, nach allen Regeln der Kunst: Er ist vorbestraft, trinkt zu viel, und sein Traum, Schriftsteller zu werden, ist unerfüllt geblieben. Stattdessen arbeitet er in einem Imbiss, der Dorayaki verkauft: Pfannkuchen, die mit einem süßen Mus aus roten Bohnen gefüllt sind. Tag für Tag steht er in dem Laden mit dem Kirschbaum vor der Tür und bestreicht lustlos Gebäck mit Fertigpaste. Bis irgendwann die alte Tokue den Laden betritt. Die weise, aber sichtlich vom Leben gezeichnete Frau kocht das beste Bohnenmus, das man sich nur denken kann. Die Begegnung mit ihr verändert alles. Tokue lehrt Sentaro ihre Kunst und tatsächlich gewinnt er nicht nur die Lust am Backen, sondern auch die Freude am Sinnlichen und an den kleinen Dingen des Lebens zurück. Wenig später wird Wakana, ein Mädchen aus schwierigen Verhältnissen, zur Stammkundin des Imbisses und schließt Freundschaft mit Tokue und Sentaro. Doch die Welt meint es nicht gut mit den dreien … - Dumont Verlag  Erscheint am 26. März 2016



Westlich des Sunset: Ein fesselnder Roman über die Traumfabrik Hollywood und die letzten drei Lebensjahre des berühmten amerikanischen Schriftstellers Francis Scott Fitzgerald. Mit Der große Gatsby hatte er Weltruf erlangt. Doch das ist lange her. Als er einundvierzigjährig in Hollywood ankommt, scheint seine Alkoholsucht unbezähmbar, seine Frau Zelda lebt, mit einer offenbar unheilbaren bipolaren Störung, in einer psychiatrischen Klinik in Montgomery, das Verhältnis zu seiner Tochter Alabama ist schlecht. Er zieht in die Villenanlage Garden of Allah, wo sich abends eine muntere Schar aus den umliegenden Hollywood Hills am Pool trifft: Humphrey Bogart, Valentino, Joan Crawford, Gloria Swanson, die Marx Brothers, u. a. Man ist, beginnt man dieses Buch zu lesen, gleich mitten drin in dieser farbigen Welt der Stars, im Reich der Superreichen und Erfolgreichen, um Zeuge zu werden, wie Fitzgerald sich als zweifelnder Beobachter zu behaupten versucht, und in der Klatschreporterin Sheilah Graham noch einmal eine große Liebe findet. Eine universelle Geschichte über den Kampf des Künstlers um sein kreatives Potential, gegen die Nichtigkeit des Lebens und die Macht des Todes, aber auch über die persönliche Tragik eines Mannes, der alles hatte, Reichtum, Ruhm, Glück, alles verlor, und am Ende seines Lebens um seine persönliche Integrität kämpfen muss. O'Nan macht daraus ein packendes Drama. Und dazu die farbige Szenerie, die Stars, die Gelage am Hotelpool, die nächtliche Brandung des Ozeans bei Mondschein, die Filmkulissen in den Studios, wo sogar die Palmen aus Pappe sind. -Rowohlt Verlag Erscheint am 26. März 2016



Villa America: Das Leben an der Côte d’Azur der 1920er Jahre ist aufregend. Und so weht stets ein Hauch von "The Great Gatsby" durch die Seiten dieses fabelhaften Romans. Im Herzen der Handlung stehen Gerald Murphy und Sara, in deren Haus Berühmtheiten wie Hemingway, die Fitzgeralds und Picasso verkehren. Auch Gerald ist Maler. Sara und er heiraten gegen den Willen ihrer Eltern. In der Villa America verbringen sie regelmäßig die Sommersaison inmitten ihres Freundeskreises aus exzentrischen Künstlerpersönlichkeiten. Heimlich beginnt Gerald eine Affäre mit dem Piloten Owen. Und im Laufe der Zeit trüben Intrigen und Eifersüchteleien das unbeschwerte Leben in der prächtigen Villa. Hat Saras und Geralds Ehe noch eine Chance? Liza Klaussmann ist ein mitreißender Künstlerroman gelungen, eine fein gezeichnete Milieustudie, in der fast alle Charaktere historisch belegt sind.- Droemer VerlagErscheint am 1. April 2016





Die Oberfläche des Glücks: Seit dem Absturz gibt es für Avery nur noch ein Davor und ein Danach. Davor war ihr größter Wunsch, als Wettkampfschwimmerin an der Uni erfolgreich zu sein. Davor war sie bis über beide Ohren in ihren Freund Tim verliebt. Davor hatte sie keine Geheimnisse. Jetzt – danach – ist alles anders. Avery schwimmt nicht mehr. Sie verkriecht sich im Haus ihrer Eltern, versucht zu verarbeiten, was geschehen ist. Sie denkt nicht an Collin, der neben ihr im Flugzeug saß und mit ihr überlebte. Avery hat jetzt ein Geheimnis. Ein Geheimnis, dass nur Colin kennt. Sie beide sprechen nicht über das, was dazwischen geschah. Und wenn es nach Avery geht, wird auch niemals eine andere Person davon erfahren…. Ein herzzerreißender Roman über das Überleben nach dem Überleben. Liebesgeschichte, Abenteuerroman, psychologisches Drama – ein Debüt, dass auf vielen Ebenen überzeugt. - INK Verlag  Erscheint am 1. Juli 2016


Wir beide vielleicht:
Richard und Elizabeth sind beide um die 30 und leben in L.A. – ansonsten haben sie wenig gemeinsam. Während der chaotische Richard sich als Filmproduzent gerade so über Wasser hält, arbeitet die smarte Elizabeth erfolgreich als Anwältin. Kein Wunder, dass sie sich bisher nie begegnet sind. Das ändert sich, als ein unbekannter Gönner ihnen je 500.000 Dollar verspricht. Einzige Bedingung: Sie müssen sich ein Jahr lang einmal pro Woche treffen. Ihr Plan: Sie ziehen die 52 Dates durch, jeder sackt seine halbe Million ein — und geht danach wieder seiner Wege. Noch ahnen sie beide nicht, wie sehr diese Begegnungen ihr Leben verändern sollen ...
- Goldmann Verlag  Erscheint am 19. September 2016







Donnerstag, 10. Dezember 2015

Empfehlung zu "Ein Held für alle Tage" von Elizabeth Maxwell

@luebbe.de
Titel: Ein Held für alle Tage

Autorin: Maxwell, Elizabeth

Verlag: Bastei Lübbe

Seiten: 286 Seiten 

Preis: 8.99.-

Worum es geht: 
Die wahre Liebe? Romantik? Liebesromanautorin Sadie Fuller verdient zwar gutes Geld mit ihren Romanen, aber als geschiedene Mittvierzigerin glaubt sie nicht mehr an ein persönliches Happy End.
Es gibt Wichtigeres im Leben, wie etwa ihre 11-jährige Tochter Allison. Allerdings hätte sie selbst in ihren kühnsten Träumen nicht mit dem gerechnet, was dann passiert: Der unverschämt attraktive Held ihres neuesten Romans erwacht zum Leben - und plötzlich sieht Sadie die Männerwelt mit ganz anderen Augen... - luebbe.de


Meine Meinung:
Na der Klappentext ist mal wieder ein wenig irreführend, Sadie beginnt nicht die Männerwelt anders zu sehen. "Ein Held für alle Tage" ist hervorragende Unterhaltung. Die Autorin macht sich einen Spaß aus allem. Erotik ist jetzt populär, na dann wird das Genre ordentlich auf die Schippe genommen. Doch damit nicht genug; Paranormal Fantasy, Nicholas Sparkische Lovestory, selbst vor Mystery macht sie keinen halt. Das erstaunliche? Es funktioniert. Dank Sadie und ihrem bodenständigen Humor weiß sich der Leser verstanden und kann über den ganzen Irrsinn lachen.
Sadie verkörpert natürlich ganz im Stile des Romans die perfekte Heldin. Sie ist moppelig, ihr Exmann schwul, der Außenseiter der New Yorker Vorstadtsiedlung weil sie nicht ununterbrochen Yoga macht. Eine Protagonistin wie selbst Kerstin Gier sie nicht hätte besser verwirklichen können.
Sadies Held, Aidan, macht ihr das Leben nicht einfach. Seine Anmachsprüche, die in den Büchern immer funktionieren, bringen einen in der realen Welt mehrfach zum Loslachen. Sein Unverständnis gegenüber der realen Welt ist wirklich putzig.
Während die Geschichte Spannung aufbaut und Aidan seine Freundin erretten muss, erkennt Sadie, dass sie, bloß weil sie Liebes- und Erotikromane schreibt, vielleicht doch nicht so viel über die Liebe weiß
Die Arbeit des Autors wird ebenfalls in den Vordergrund gebracht, lässt Sadie uns teilhaben an ihrem Schreibprozess. Ein Buch für alle Buchliebhaber! Eine herrliche Aussage dann auch noch, dass selbst die Autoren die Figuren nicht immer zu 100 % kennen als sich eine Figur aus dem Stapel verwerteter Geschichten entschliesst, dass es jetzt doch auch Zeit für ihr Happy End ist.
Trotz aller hinzukommenden Fantasy und etwaigen Spannungselemente ist das Buch eine Komödie.
Hier hat einfach alles gestimmt und mehr kann man dazu auch eigentlich nicht sagen!
( außer dass ich gerne noch 200 Seiten mehr von gelesen hätte )


Samstag, 5. Dezember 2015

Empfehlung zu " Null bis Unendlich" von Lena Gorelik

Titel: Null bis Unendlich

Autor: Gorelik, Lena

VerlagRowohlt

Seiten: 304

Preis: 19.95 Euro

Worum es geht: Fünfzehn Jahre lang hat Nils Liebe nichts von Sanela gehört. Damals waren beide vierzehn, Nils multiplizierte vierstellige Zahlen im Kopf, Sanela kam aus Jugoslawien und hatte im Krieg ihre Eltern verloren. Zwischen den beiden Außenseitern begann eine heftige Freundschaft, vielleicht wäre es sogar mehr geworden. Aber nachdem sie zusammen ausgerissen waren und versucht hatten, in Bosnien das Grab von Sanelas Vater zu finden, eine so vergebliche wie gefährliche Reise, kam das abrupte Ende zwischen Nils und dem wilden Mädchen, das immer aus allem ausbrechen wollte. Nun erhält Nils einen Brief von Sanela, einen Brief wie früher, scheinbar zufällig. Und weiß beim ersten Treffen, wie sehr sie ihm all die Jahre gefehlt hat. Sanela hat einen kleinen Sohn, der Niels-Tito heißt, der wie Nils Liebe die Zahlen liebt und sich sofort mit diesem versteht wie mit keinem sonst. Zu dritt holen sie die Reise nach und werden bald zu so etwas wie einer Familie. Aber Sanela macht es Nils immer noch nicht leicht. Ihr Brief war kein Zufall, denn sie ist sehr krank ...
Lena Gorelik erzählt von drei außergewöhnlichen Menschen, von Freundschaft, Liebe und Abschied – und sie zeigt, warum es gut ist, anders zu sein und seinen eigenen Weg zu finden. - www.rowohlt.de

Meine Meinung: 

Meine Meinung ist genau das, meine Meinung, meine Eindrücke. Enthält Spoiler!

Nils Liebe ohne E und Liebe wie Liebe wird genau so das ganze Buch durch betitelt, von anderen wie von sich selbst, obwohl ihm das fehlende E und die Liebe zuwider sind. Hass oder Tod wäre ihm als Nachname lieber, dennoch gehört Liebe zu Nils und der Gebrauch des ganzen Namens schafft so vielleicht eine von Nils gewollte Distanz. Warm wird man mit Nils Liebe nicht, absichtlich, wie ich glaube, ist das Alleinsein ein Zustand den er sich ausgesucht hat und in dem er sich wälzt. Warum also Leser um sich scharen?! Einzig Sanela findet Zugang zu ihm. Sieht er sich selbst als Überklug und alle anderen Provinzial weil er mit 14 Jahren Musil und Ovid liest. Für den Leser erscheint er leider nur Überheblich. "Das Essen schmeckt vorzüglich." seine Mutter seufzt "Kannst du nicht einfach sagen es ist lecker?" Könnte er, aber dann wäre er ja nicht eloquenter, nicht klüger, nicht elitärer als alle anderen die er kennt. So wie die Autorin "Absenz" statt "Abwesenheit" benutzt wirkt es als wollen beide herausfordern. Wie Nils Liebe's Mutter habe auch ich die Augen verdreht und mir gesagt "Absenz? Ist das wirklich nötig?" Ja ist es. Man kann auch denken, dass Nils, auch wenn er weiss dass "Lecker" seiner Mutter angenehmer wäre, nicht aus seiner Haut kann. Für ihn ist es vorzüglich. Ich muss dann leider immer an einen Bekannten denken, der glaubt Schriftsteller zu sein, leider keinerlei Talent besitzt und seine Geschichten ertränkt in in all möglich hochtrabenden Synonyme. Ein Kumpel meinte dazu bloß "Er glaubt wenn er mit Wörtern wie Pedosphäre und opportun benutzt merkt keiner, dass er keinerlei Handlung hat". Dies ist hier allerdings nicht zu befürchten, Goreliks "Null bis unendlich" wäre auch mit der Abwesenheit des Wortes "Absenz" Handlungs-dicht genug um den Leser zu fesseln.


Zagreb



"Wie schnell man sich an Dinge gewöhnte, an den Anblick von Elend, zum Beispiel. Auch das Herzklopfen, wenn man die Lastwagen mit den roten Kreuzen erblickte, kannte er. Hunger. Und Heimweh. Die Menschen stehen am Straßenrand und jubeln. Sie hatten kein Heim. Er hatte mitgejubelt."






Das ernste Thema des Krieges und Sanela's Immigration wird nicht vernachlässigt und macht das Buch damit erschreckend aktuell. Dass Sanela Nils Liebe mit 14 Jahren in ein Kriegsgebiet schleppt, auf der Suche nach etwas Unmöglichen kann man noch abtun als jugendlichen Leichtsinn. Ihre Reaktion bei der Rückkehr, Nils Liebe's Eltern zerren ihn von ihr weg kommentiert sie mit "Ich hab ihn heil aus dem Krieg zurückgebracht und keiner bedankt sich". Im Laufe der Jahre wird klar, Sanela's Welt dreht sich nur um sie, und in ihrem schwarzen Loch ist kein Platz für andere. Sie sagt die Wahrheit weil sie die Wahrheit hören will, egal wie verletzend, und regt sich über ihre Mitmenschen auf, die ihre Worte nicht ertragen. In ihrem Egoismus, und später durch ihre Krankheit vergisst sie manchmal ihr Kind, vergisst dass andere Menschen auch Gefühle haben.

Null bis Unendlich ist mein erster Roman von Lena Gorelik, dementsprechend weiß ich nicht ob die anderen Bücher sprachlich ähnlich gehalten sind, für mich war ihr Stil jedenfalls positiv gewöhnungsbedürftig. Poetisch. Stellenweise prätentiös. Erster Gedanke war "Schön!". Geschmackssache. Der Schreibstil hat die Figuren weiter abgekapselt, eingelullt in eine Welt für sich. Die erste Seite, ein Dialog von später, ermöglicht ein sofortiges Eintauchen in Goreliks Welt. Als Zitatmarkierer hat man hier Geburtstag und Weihnachten zusammen, und am Ende ein buntes Buch. Fast auf jeder Seite befinden sich schöne, nachdenkliche und zutreffende Zeilen, die jede Zitatsammlung bereichern.





"Meistens war diese Wut nach innen gerichtet, Sanela hasste sich selbst. Auch für alles, was andere taten. Das wird mit der Zeit vergehen. Gefühle lassen sich umkehren. Man kann zum Beispiel auch andere hassen für alles, was man selbst tut."






Das Ende wird vorweg genommen, scheint selbst den Protagonisten von Beginn an klar zu sein. Nils Liebe und Sanela's Reise nach Zagreb gibt dem Leser dank des Roadmovieelements den letzten Hinweis. Spoiler: Zitat Wikipedia.de: "In Roadmovies ist das Ziel meist die idealisierte Projektion eines vom Protagonisten erschaffenen Konstruktes, das per definitionem unerreichbar bleibt. Oft enden die Filme daher mit dem Tod der Hauptfiguren."

Null bis Unendlich ist keine Liebesgeschichte und doch steht die Liebe zwischen Sanela und Nils Liebe im Mittelpunkt. Oder eher Nils' Liebe zu Sanela. Die Beziehung der Beiden zueinander ist jedoch alles andere als klassich liebevoll. Selbst das verlieben scheint ohne Schmetterlinge oder grösseren Emotionen vonstatten zu gehen. Man tauscht Briefchen in der Klasse. Man schweigt sich, in gemeinsamen Einverständnis des nicht reden müssens, an. Ein, zweimal wird ein lächeln ausgetauscht. Wer grosse kitschige Liebe und Drama sucht ist hier falsch. Hier haben Schmerz und Einsamkeit die Vorherrschaft. Mit voranschreiten von Sanelas Krankheit fragt sich der Leser gemeinsam mit Nils Liebe warum das Paar als solches überhaupt noch existiert. Sanela's grausam ehrliche Antwort auf diese Frage lässt den Leser zum ersten Mal erkennen, dass Sanela zu Liebe fähig ist. Ein schmerzhaftes Miteinanderleben zweier Unsympathen und eines Kindes. Warum sich so ein Buch antun? Trotz aller boshaft wirken Sanela und Nils erfrischend echt, sind ehrlich. Antihelden sind faszinierend, und so abstoßend und unverständlich der Leser Goreliks Protagonisten finden wird, kann er doch nicht seine Neugier gegenüber dieser Andersartigkeit verleugnen.

Der Rheinfall



"Er verschwieg das Offensichtliche. Das Leben mit Sanela basierte auf dem unausgesprochenen Gesetz, dass Sanela sagte, was sie wollte. Und darauf, dass alles, was sie wollte, umgehend geschah."

Montag, 30. November 2015

Empfehlung zu "Die erstaunliche Wirkung von Glück" von Susann Rehlein

Titel: Die erstaunliche Wirkung von Glück

Autor: Rehlein, Susann

Verlag: Dumont Buchverlag

Seiten: 320 Seiten

Preis: 18.00 EURO


Worum es geht:


Eine skurrile Hausgemeinschaft, eine bezaubernde Außenseiterin und die große Liebe

Dorle lebt im Souterrain eines herrschaftlichen Hauses, in dem sonst nur wohlhabende, knarzige alte Leute wohnen. In Heimarbeit steckt sie für eine Kronleuchtermanufaktur Kristalle zusammen. Und sie lässt sich von ihren Nachbarn als Concierge missbrauchen, obwohl sie gar nicht die Concierge ist.
Doch Dorle ist genügsam und zufrieden mit ihrem Leben. Ganz im Gegensatz zu Annegret Sonne, vierundachtzig und voller Lebenslust. Als Frau Sonne sich zu einer dreimonatigen Reise aufmacht, bittet sie Dorle, ihre Wohnung zu hüten. Schnell wird klar, dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Wohnung handelt. Sie hat angeblich eine Aura, es lebt ein Kater darin, der Dinge kann, die normale Kater nicht können und per Fax treffen Aufgaben für Dorle ein, die sie an den Rand des Wahnsinns bringen. Sie muss zum Sport, zu jemandem unfreundlich sein und kochen. Sogar Dates hat sie plötzlich. Gut, die Männer sind alle über achtzig, aber sie verstehen etwas von der Liebe. So hat Joe, Dorles einziger Freund, alle Hände voll zu tun, um im Rennen zu bleiben. 




Sie will sich ja nicht umbringen, sie will nur tot sein. Wieso bloss ist es ihr nicht egal, auf wen Joe Tornado seine Hände legt? [...] Sie kann doch unmöglich an diesem Dreivierteltag so viel Liebe in sich erzeugt haben, dass sie jetzt vor Liebeskummer gebückt geht [...].



Meine Meinung:

Susann Rehlein erschafft mit Dorle eine etwas andere Heldin. Mit dem französisch anmutenden Stil ist es nicht verwunderlich dass selbst die Hauptfigur "Die fabelhafte Welt der Amelie" liebt, wirkte das Buch auf mich wie die Geschichte von Amelies großer Schwester. Dorle macht es dem Leser zu beginn nicht leicht, das weiß die Autorin auch und platziert genau an der richtigen Stelle eine Nachricht an den Leser. Ohne diese hätte man vielleicht das Buch abgebrochen. Obwohl Dorle nicht zu der Sorte Frau gehört mit denen ich sympathisieren kann, haben mir einige Züge sehr gefallen. Sieht Dorle sich selbst als Helfer und Gutmensch habe ich es geliebt wenn die anderen Anwohner ein anderes Bild von ihr hatten. Frau Schräubchen sagt so schön, hier mal frei zitiert: "Eine Hilfe bist du ja jetzt nicht, machst auch nur Arbeit". In dem Sinn meint auch Herr Stottow dass ihr Klingelschildgeputze nur dazu führte, dass die Klingelkabel erodiert sind und er dadurch die Arbeit hat alles auszutauschen. Klarer Fall von Selbstbetrug! Nun muss Dorle lernen nicht nach der Pfeife anderer zu Tanzen, sondern ihre eigenen Wünsche zu erkennen und erfüllen.





Allerdings ist Dorle jemand, der ein Sonnuntergangsposter für Kultur und Mett für ein Lebensmittel hält, insofern wollen wir die Sache hier nicht gar so hoch hängen.






Frau Schräubchen, der Kater und Frau Sonne's Wohnung geben der Handlung einen murakamiesken Touch, ein Umstand mit dem ich mich erst anfreunden musste, hatte ich den nicht erwartet. Ist man allerdings erstmal in der Geschichte drin, ist es sehr stimmig eingebunden. Vor allem Dorles depressiven Züge fand ich wundervoll porträtiert. Einzig der Grundgedanke von Frau Sonne und Schräubchen, dass Dorles Probleme sich durch Luxus und Geld lösen lassen, lies mich wütend werden. Ach du hast Depressionen? Na hier, geh mal zum Yoga, ich hab dir eine Massage gebucht, wie wärs mit nem schönen Dinner, wohn doch in meiner Luxuswohnung... Umso schöner dass dem Leser erklärt wird, dass es so nicht funktioniert. Dorles Probleme lösen sich nicht in Luft auf. Dorles Entwicklung ist langsam und tränenreich und verbunden mit Arbeit ihrerseits. Frau Schräubchen hilft im Grunde nur bei der Erkennung des Problems, nicht bei der Lösung. Durch Frau Sonnes Aufträge, die Dorle per Fax aufgetragen werden, muss sie allerdings ihre Komfortzone verlassen.

Liebe muss wohl auch immer dazu gehören. Bei vielen Geschichten finde ich den Aspekt ja überflüssig. Vor allem hier, geht es um Dorles Selbstfindung und Überwindung ihrer Vergangenheit, sehe ich keinen Grund für eine Liebesgeschichte. Nicht falsch verstehen, ich liebe Liebesgeschichten. Ich mag nur keine Liebesgeschichte in Büchern die auch gut ohne könnten. Als Joe, der "Freund" von Dorle zuerst vorgestellt wird, habe ich lange Zeit gedacht sie versuche ihn loszuwerden, empfinde gar nichts für ihn und kann es sich nur nicht eingestehen oder sich nicht gegen seine Präsenz durchsetzen. Im Laufe der Handlung wird dann darauf hingearbeitet, dass sie wohl doch in ihn verliebt ist. Richtig rüber gekommen ist es bei mir erstmal leider nicht, hat man als Leser genug andere Konzentrationspunkte. Erst als Joe die Faxen dicke hat zeigt Dorle tatsächlich Emotionen. Positiv anzumerken ist allerdings, dass auch hier eine schöne Entwicklung besteht, Dorle die erst Distanziert ist, dann immer offener wird und am Ende tatsächlich verliebt. Die nächtlichen Anrufe haben Schmunzelgarantie! Warum Joe sich zu Dorle hingezogen fühlt, bleibt ein Mysterium.
Doch auch ohne Joe gibt es viele Knistermomente. Die Szene zwischen Dorle und James hat mehr geknistert als ein ganzer Colleen Hoover Roman.




Der Wolpertinger hat als Einziger kein Besteck, er sieht irgendwie traurig aus, steht abseits im Schatten, die anderen wenden sich den Köstlichkeiten zu und werden on Strahlern angeleuchtet. Dorle berührt den Kopf des Wolpertingers, streichelt die kleine Schnauze. 
>>Das wird schon, man kann auch mal abseits stehen, das macht nichts.<<


Eine Stärke der Autorin ist ganz klar die Entwicklung der Nebencharaktere. Sei es die Mary Poppins-ähnliche Frau Schräubchen, das vernachlässigte Kind Kasimir, den die Eltern stundenweise im Bioladen absetzen und keinen interessiert es, oder den Wolpertinger, der Ausdruck von Dorles Gefühlszustand widerspiegelt. So sehr man den Witwer Bruno am Ende ins Herz geschlossen hat, sosehr geht einem die spionierende und über alles beklagende Frau Bock auf den Wecker. Die schrullige Hausgemeinschaft und neuen Freunde von Dorle verschaffen dem Buch, trotz etwaigen ernsten Themen, das passende Feel Good Gefühl, das das Buch zu einer wundervoll unkitschigen Lektüren werden lässt.

Samstag, 21. November 2015

Empfehlung für "Zodiac" von Romina Russell

Titel: Zodiac

Autor: Russel, Romina


Seiten: 448 Seiten

Preis: 16.99.-

Ihre nachdenklichen Augen schienen all das Blau, das uns umgab, in sich aufzunehmen, bis sie heller leuchteten als der Himmel selbst. »Vertraue deinen Ängsten, Rho. Der Glaube an sie wird dich beschützen.« Ihr Blick war so durchdringend, dass ich wegschauen musste. [...] »Halte an deinen Ängsten fest«, flüsterte sie. »Sie sind echt.«


Worum es geht: 
In den Sternen liegt dein Schicksal ...
Die 16-jährige Rhoma vom Planeten Krebs verfügt – wie viele andere in der Galaxie Zodiac – über die Fähigkeit, in den Sternen zu lesen. Doch während ihre Mitschüler die Zukunft anhand genauester Berechnungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse vorhersagen, schaut Rho nur zu den Sternen auf und wartet auf ein Zeichen. Deswegen gilt sie bei den Lehrern als unverbesserliche Träumerin und ist kurz davor durch ihre Prüfung zu fallen. Doch als eine schreckliche Katastrophe das Sternbild Krebs heimsucht, bei der unzählige Menschen sterben, war Rho die einzige, die die Gefahr in den Sternen hat kommen sehen. Völlig überraschend wird sie zur neuen Wächterin von Krebs ernannt, zur obersten Sterndeuterin ihrer Heimat. Aber Rho entdeckt ein Omen in den Sternen, das nichts Gutes verheißt: Die Katastrophe von Krebs war kein Unfall. Andere werden folgen. Und vielleicht wird ganz Zodiac untergehen. Doch wer glaubt einem unerfahrenen Teenager, der ein Monster in den Sternen sieht? - Klappentext von Piper.de

Meine Meinung:

Als ich das Buch zum ersten mal Online bemerkte hab ich es nicht weiter beachtet, sieht es doch wie ein typisches Sci-Fi Buch aus. Mit typisch meine ich ein Held, zu 95 % männlicher Gattung, ballert sich einmal quer durchs All weil er was jagt/ gejagt wird/ Menschheit zu retten ist/ aus versehen in eine Verschwörung gerät. 
Bei den Sci Fi Titeln die ich mochte; Godspeed, these broken stars,..., ist das durchaus auch der Fall, nur der Umstand einer weiblichen Hauptfigur spricht mich weitaus mehr an. 
Beim zweiten mal fiel mir dann erst der Titel auf. Ich geb es zu, ich bin ein kleiner Hororskopliebhaber. Nach dem Lesen des Klappentext war es dann geschehen, das Buch musste gelesen werden!

Wir werden in die Geschichte reingeschmissen, unsere Reise beginnt auf Elara, ein Mond von Krebs. Die ersten Kapitel bringen dem Leser die Welt näher, sind durchdringt von Sternzeichenspezifischer Terminologie. Die krebsianische Lebensart wird erläutert, sowie bereits kleinere Unterschiede, dargestellt durch die Austauschstudentin Nishi von Schütze. Jedes Zeichen stellt eine andere Rasse dar, mit anderem Vokubalr und Eigenarten. Hier werden die bekannten Eigenschaften des Sternzeichen aufs höchste überspitzt. Nishi ist neugierig, wie es alle Schützen sind, und niemand erwartet etwas anderes, auf diese Klischees wird gebaut. Neugierde scheint dementsprechend ihre einzige Charaktereigenschaft zu sein. Da das Buch Rho's Geschichte erzählt steht der Krebs unangefochten im Mittelpunkt. 
Auf Rho's Reise begegnen wir die Welt Zwilling und Jungfrau, auch hier weiss die Autorin mit Details nicht zu geizen. Haben Kresianer ihre Waves, nutzen Schütze Tracker, als Armband zum Kommunizieren, Waage einen Chip im Hirn, verbunden durchs Auge. Jedes Zeichen eine eigene Kultur, trotzdem darauf bedacht zusammen zu arbeiten. 
Diese Vielfalt ist erfrischend und hat zumindest mich dazu gebracht mehr erfahren zu wollen. 

@RominaRussell.com
Mittelpunkt bildet ganz klar Rho, die nach der Kollision der Krebsianischen Monde, kurzfristig mangels Optionen zur Heiligen Mutter ernannt wird.  Dies verdankt sie ihrem instinktiven Gespür fürs Sterne lesen. Jedes Zeichen wählt einen Wächter, der im Namen des Zeichens spricht und repräsentiert, aber auch Sterne liest und für die Sicherheits des Volkes zuständig ist. Rho ist die Einzige die imstande ist den Ursprungs der Katastrophe zu entdecken, die dazu führte dass die Monde kollidierten und Krebs in Gefahr geriet. Der Rest des Buches dreht sich dann darum die anderen Wächter von der Gefahr der dunklen Materie zu überzeugen, und weitaus wichtiger, der Existenz eines dreizehnten Zeichens. 
Ich hatte keinerlei Probleme mit Rho, die Figur wird allerdings auch so ins Bild gesetzt, dass man höchstens aussetzen kann, dass sie zu gefällig ist.  

Kurz nach den ersten Kapitel verschwinden ihre Freunde im Hintergrund, haben keinerlei Tiefe und erscheinen nur noch um Rho zu unterstützen. Nishi hat noch ein paar Auftritte mehr in denen sich zeigt, was es mit sich bringt einen Freund zu haben der neugierig ist. 

Wichtiger Punkt in der Geschichte ist, wie könnte es anders sein, die Liebe. Denkt man eine ominöse Macht, die versucht in ihrem Rachefeldzug alles Leben zu zerstören und eine Sechzehnjärige, die es als einzige prophezeit und versucht die Welt zu retten, sei Geschichte genug, irrt. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen erhalten wir eine Dreiecksgeschichte! 
Matias, ein Absolvent ihrer Schule und ihr ausgewählter Mentor, stets an ihrer Seite und Hysan, ein siebzehnjährige Vertreter von Waage, buhlen um ihre Aufmerksamkeit. Wobei Matias weitaus frustrierender ist als Hysan, und von meiner Seite aus keinerlei Verständnis für Rho's Gefühle für ihn. Obwohl Mathias behauptet sie zu unterstützen, glaubt er ihr zu keinem Moment. Während Hysan ihr jedes Wort glaubt und dementsprechend handelt, zweifelt Matias selbst dann wenn ihn das Böse praktisch in den Arsch beisst. 
Obwohl ich es geliebt hätte, hätte Rho sich vorweg verweigert und auf ihre Arbeit konzentriert, hat mich die Romanze nicht gestört. Es lenkt definitiv nicht von der Haupthandlung ab.

@RominaRussell.com
Unterhaltsam, ohne allzu grosse Überraschungen, ist Zodiac dennoch einen Blick wert. Ich freu mich auf Band 2! 

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Buchmesse 2015 Impressionen


Ich hatte die Buchmesse dieses Jahr ja gar nicht auf dem Schirm.
Dass am Donnerstag der Wecker um 5 los schrillte, hatte ich meinem Filialleiter zu verdanken. Aus Angst zu verschlafen hab ich die Nacht aber eh kaum geschlafen, sodass das Aufstehen dann schlussendlich eine Erleichterung war.
Frisch geduscht ging die 3 stündige Fahrt los. Am Abend davor hatte ich bereits alles vorbereitet.
Ist ja schon fies wenn man eigentlich nur 2 Stunden bis nach Frankfurt braucht, und dann 1 für die letzten 20 KM im Stau steht. Frage an Ansässige, ist das immer so, oder nur zur Buchmesse?
Als das Parkhaus in Sichtweite kam, fing das Herzrasen an. "Ich bin wirklich hier".
Ein Augenblick der jedes mal ein unkontrolliertes Kichern in mir auslöst.


10:00 Ankunft

Die Flure sind noch leer. Das Orientieren geht los. Wo fänkt man an?
Wen will man zuerst sehen?
Dieses Jahr hatte ich eine kleine Mission! Ich wollte mich bedanken, bei meinen Lieblingsverlagen, bedanken für die Unterstützung und das mit kleinen Provianttütchen. Der erste und wichtigste Verlag sollte da natürlich der Dumont Verlag sein. Ab zu Halle 4! Hallo. Wink. Ihr seid toll. Hier ist Schokolade für euch!
Ich hoffe es hat geschmeckt.
Ein kleines Highlight war der Mare Verlag. Ihr wart so lieb.
Lieben Dank auch an das Leseexemplar. Es hat seinen Ehrenplatz in meinem Mare-Regal bekommen und wird hoffentlich bald gelesen.


Ab zu Halle 3 und weiter Schoki verteilen.
Ihr müsst das mal versuchen, den Leutchen Süßes bringen. Wenn aus dem professionellen Lächeln ein echtes wird und die Augen strahlen. Die Fassungungslosigkeit.
Man freut sich über die Freude, wird angesteckt und man läuft eigentlich nur glücklich von Halle zu Halle.

11:00 

Spiegel verlag. Ich hab gelesen dass Jojo Moyes da sein soll und hab sicherheitshalber mal mein Exemplar vom "Ein ganzen halbes Jahr" dabei gehabt. Niemals sag Niemals, ne? Auch wenn sie "nur" zum Interview da sein soll. Als ich am Stand fragte ob ich richtig sei für das Interview von Jojo Moyes, wurde heftig genickt und zwinkernd erwähnt dass die Frau Moyes auch direkt hinter ihm stehe. Oh. Ob man wohl fragen darf das Buch signiert zu kriegen? Ja da darf ich die Frau Moyes gerne direkt ansprechen. Jojo Moyes hat ihren Namen, so nah wie sie bei mir stand, auch schon vernommen und lächelte mir aufmunternd ( bild ich mir zumidnest ein) zu. Sehr gefreut hat sie den Zustand meines Buches, dreckig, Leserillen, Eselsohren. "Oh wie schön, das Buch hat gelebt und wurde viel gelesen." Ja das stimmt. Nun ist es signiert. Und ein gemeinsames Foto durfte ich dann auch noch machen lassen.


Mittlerweile sind die Gänge voller. Hier Anzugträger mit Headsets, alle paar Meter stolpert man über mit dutzenden Tüten verhangenen Azubis. Gibt es der dieses Jahr mehr als die Jahre davor? Oder gab es dieses Jahr bloß mehr Tüten?
Hallo Ullstein Verlag! Auch ein Provianttütchen für euch. Hier gab es dann auch ein Bloggergoodiebag für mich. Das freute mich ja sehr!
Wegen des tollen Fotos auf Twitter habe ich den Brigdemann Stand aufgesucht, die hatten nämlich die coolsten Buttons. Ob man wohl ein Button haben darf?
Ich durfte! Vielen Dank nochmal!

12:30 Halle 6

Man muss Twitter im Auge behalten bevor man zur Buchmesse fährt. Dank dem #fbm15 wusste ich nämlich, dass dort gratis Suppe ausgeschenkt werden würde.
"Hot Soupe for Hot Spotters"
Wie überall kam mir die Frage auf, ob ich hier überhaupt hergehöre. Was macht denn einen Hot Spotter aus?

Die Antwort? "You just have to be here" Ach uff, dann war ich ja richtig! Die Suppe war richtig lecker, das Brot dazu auch. Und für umsonst da konnte man nicht meckern. Die lieben Anzugträger, mit denen ich mir einen Tisch geteilt hatte, wünschten noch einen schönen Tag. Ja, gleichfalls, danke!


13:00

Bisschen Arbeiten musste ich dann aber auch!
Würde man bei so vielen Menschen kaum glauben, aber mir sind echt 2 Bekannte über den Weg gelaufen mit denen ein Treffen nicht geplant war! Da kriegt man gleich wieder das Gefühl doch dazu zu gehören.

14:30

Jetzt aber schnell nochmals ins Forum. Wir wollten vorm Abendverkehr unterwegs sein, d.h. um 15:00 würde mein Buchmessetag bereits zu Ende sein.
Doch ein Messebesuch geht nicht ohne den Gastlandpavillon einmal zu besuchen. Indonesien wirkte sehr tiefenentspannt.
Gerne hätte ich mehr Zeit gehabt um auch von den Sitz und Liegegelegenheiten gebrauch zu machen. Oder etwas zu indonesisches zu essen.
Zum Glück werde ich in zwei Wochen genug davon haben ;)

Trotz der Kälte draussen kam man drinnen doch noch ins Schwitzen. Mehr Zeit wär schön gewesen. Mehr Autoren sehen. Mehr treffen.
Mal sehen ob es sich für nächstes Jahr einplanen lässt einfach an allen Tagen da zu sein.
Dafür wünsch ich mir Nicholas Sparks, Greg Sherl, Rainbow Rowell, Jodi Picoult, Matthew Quick, Gavin Extence, Anthony McCarten war schon länger nicht mehr da und Nick Hornby bitte. Danke im vorraus. Oh, Adam Silvera könnte doch auch noch kommen, bis dahin wird "More Happy Than Not" doch sicherlich auf Deutsch erschienen sein!


Dienstag, 13. Oktober 2015

Empfehlung zu "More happy than not" von Adam Silvera


Titel: More happy than not                                                                                                   Autor: Adam Silver                                                                                                                 Verlag:  Soho Teen                                                                                           
Seiten: 293 Seiten                                                                                                                Preis: 14.36 .-                                                                                                                                                                                                   Worum es geht:                                                                                                                Aaron Soto hat es nach dem Suizid seines Vater nicht leicht wieder auf die richtige Spur zu kommen. Es ist Sommer und dank seiner Freundin Genevieve und seinen Kumpels versucht er nach vorne zu blicken. Als Genevieve für paar Wochen ins Sommercamp geht, freundet sich Aaron, zum Missfallen seiner Gang, mit Thomas, dem neuen Typ aus der Nachbarschaft an. Obwohl alle etwas gegen Thomas zu haben scheinen, kann Aaron bei ihm endlich er selbst sein und ist zum ersten Mal seit langem wieder glücklich. Als Aaron beginnt mehr als Freundschaft für Thomas zu empfinden sieht er sein Glück abermals gefährdet und entscheidet sich für einen drastischen Schritt. Das Leteo Institut verspricht die Auslöschung bestimmter Erinnerungen und Aaron ist sich sicher, dass er sein Glück wiedererlangen kann, sobald Leteo Thomas und seine Gefühle für ihn für immer löscht.









“I realize I'm crying a little, too. I remember.
 Sometimes pain is so unmanageable that the idea of spending another day with it seems impossible. Other times pain acts as a compass to help you through the messier tunnels of growing up. But pain can only help you find happiness if you remember it.” 

Meine Meinung:Adam Silveras Debut "More happy than not" schlug ein wie eine Bombe. Noch nicht erschienen fielen schon vergleiche mit David Levithan und Benjamin Alire Saenz. Zu hoch gepokert? Bei weitem nicht, denn trotz Lobpreisung bliebt die Erwartung bei mir recht klein, sodass das Buch wirklich zu überraschen wusste!Silveras Stil ist zu Beginn gewöhnungsbedürftig, es fiel mir nicht leicht rein zu kommen. Man steckt in Aarons Kopf und seine Gedanken sind nicht immer geordnet. Dementsprechend ist auch die Richtung der Geschichte nicht immer ganz klar was mich das Buch fast hat abbrechen lassen. Dennoch liest man das Potential des Autors. Vor allem nach beenden des Buches erkennt man Absicht dahinter. Das Buch sollte zum vollständigen Genuss definitiv zweimal gelesen werden.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                  “We all make mistakes... but it's also a step in the right direction. If nothing else it's a step away from the wrong one.” 
Hauptthematik des Buches ist natürlich das Coming-Out Aarons und dessen Überzeugung, dass Hetero sein ihn glücklicher werden lässt, sodass er versucht das Schwulsein aus seinem Kopf löschen zu lassen. Ein Wunsch den sicherlich viele jugendliche Homosexuelle verspürt haben. Das Leteo Institut verleiht dem Buch den kleinen Touch Science-Fiction, es gibt keine Jahresangabe zum Buch und der Autor hat keine weiteren futuristischen Erfindungen eingebaut. Die Atmosphäre ist durchgehend nostalgisch gehalten. Geschwängert von verschwitzten Sommertagen, Kinderspiele und Teenagergedanken. Jeder wird das ein oder andere Element aus seiner Kindheit wiedererkennen. Es kommt einem beim Lesen vor als könnte man die Jungs lachen hören, wie sie gerade "Man Hunt" im Central Park spielen. Silvera beschreibt den Übergang von Kinder zu Junge Erwachsene, die noch nicht recht wissen was von Ihnen erwartet wird.
Adam Silveras wuchs selbst als homosexueller in der Bronx auf, ein Umstand der das Buch fast Biografisch wirken lässt. Silvera weiss definitiv worüber er schreibt. Er sagte selbst, dass er ein Buch wie dieses in seiner Kindheit gebraucht hätte. Ein Buch, eine Person, die ihm gesagt hätte "Es ist ok. Du musst dich nicht ändern um glücklich zu sein. Du bist perfekt" Eine Aussage vom Autor an alle Jugendlichen dieser Welt. Der Autor hat selbst Puerto ricanische Wurzeln, sodass das Buch eine weitreichende Auswahl an Figuren unterschiedlicher Hautfarben und Hintergründe aufzeigt. Aaron lebt mit seinem Bruder und seiner Mutter in einem Einzimmerappartement und muss sich das Wohnzimmer mit seinem Bruder als Schlafzimmer teilen. Die Mutter arbeitet 2 verschiedene Jobs um sich die Wohnung leisten zu können und auch die Geschwister arbeiten und steuern ihren Teil der Miete bei.Genevieve ist Tochter eines Arztes, lebt in einem schicken Haus und zeigt ihm den Wohlstand während es für ihn schon Luxus ist zu sehen wie Thomas sein eigenes Zimmer hat. Aaron erklärt einmal sehr schön, dass es nicht darum geht, was er haben will, sondern was er braucht. Er braucht neue Schuhe, neue Bleisftifte für die Schule, ein neues Hemd. Die aufgezeigten Gesellschaftsschichten dringen sofort zum Leser durch und wissen zu überzeugen.


“Now I keep searching for happiness so I don't end up like he did. I learn about this town called Happy in Texas and think about how that must be the greatest place to live. I teach myself how to say and read and write happy in Spanish, German, Italian and even Japanese but I would have to draw the last one out. I discover the happiest animal in the world, the quokka. He's a cheeky little bastard that's always smiling. 
But it's not enough.” 
Neben Familie und Sexualität ist die Freundschaft ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Aaron und seine Clique, zusammengeschweißt durch die gemeinsame Kindheit, müssen erkennen dass sie als fast erwachsenen nichts mehr verbindet, außer die Vergangenheit. Aarons bester Freund der ihm nach und nach kein Freund mehr ist, oder zumindest nicht die Art von Freund die er braucht. Thomas, der neue Freund, die Distanz zu seinem Leben, die er braucht um sich selbst zu finden. Das natürliche Abkapseln Aarons gegenüber seiner Clique schmerzt, auch wenn jeder weiß dass es für das Beste ist.
Ohne jetzt groß zu Spoilern weiß das Buch nach 2 Drittel das Ruder nochmal komplett herum zu reissen ist dem Leser klar was kommt, wird er eines besseren belehrt. Eine ganz und gar überraschende Wendung verändert alles und löst immer mehr Wendungen aus, welches das Ende des Buches zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle macht. Nichts scheint vor dem Tornado der Ereignisse in Sicherheit zu sein. Mehrmals habe ich Seiten zurückgeblättert und mich gefragt "Im Ernst jetzt? WAS GESCHIEHT HIER GERADE?" Das letzte Drittel liest sich wie ein Thriller und katapultiert "More happy than not" dann doch noch in die Riege David Levithans. Ein Buch das sich bereits liest wie ein Klassiker. Würde ich mir als Schullektüre wünschen. Zwingt allen Kindern dieses Buch auf!“If there's happiness tucked away in my tragedies, I'll find it no matter what. If the blind can find joy in music, and the deaf can discover it with colors, I will do my best to always find the sun in the darkness because my life isn't one sad ending - it's a series of endless happy beginnings.” 



Samstag, 3. Oktober 2015

Empfehlung zu "Die Erbin" von Simona Ahrnstedt

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Titel: Die Erbin
Autor: Ahrnstedt, Simona
Verlag: Egmont LYX
Seiten: 608 Seiten
Preis: 14.99.-


Worum es geht:

Die Schwedin Natalia De la Grip ist eine der angesehensten Unternehmensberaterinnen Europas. Doch obwohl sie in die schwedische Oberschicht und eine Welt grenzenlosen Wohlstands hineingeboren wurde, musste sie sich diesen Erfolg hart erarbeiten. Ihr höchstes Ziel ist es, einen Platz im Aufsichtsrat des milliardenschweren Familienunternehmens Investum und somit auch endlich die Anerkennung ihres patriarchalischen Vaters zu gewinnen. Als Natalia aus heiterem Himmel von David Hammar – Schwedens jüngstem und erfolgreichstem Risikokapitalgeber – zum Lunch eingeladen wird, ist sie zwar misstrauisch, vor allem aber eins: neugierig. Sie lässt sich auf das Treffen ein und ist überrascht, wie überwältigend die Anziehungskraft zwischen ihr und David ist. Doch was sie nicht weiß: David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen. Und die letzte Schachfigur, die er bewegen muss, um diese zu begleichen, ist Natalia … -Klappentext von EgmontLYX


Meine Meinung:
Die Erbin ist alleine durch das Coverart auf meine Wunschliste gewandert. Ja ich bin so oberflächlich, was Bücher angeht.
Allerdings muss dazu gesagt werden, dass ich die Titel des INK und LYX Programms fast alle recht gerne mag, und dementsprechend wenig Angst hatte was den Inhalt angeht. Die Autorin ist bekannt für ihre Erotikromane die im historischen Bereich angesiedelt sind. Die Erbin ist ihr erster zeitgenössischer Roman.
Die Erbin kommt jung und modern daher, ist ein Schwerpunkt des Buches ganz klar Feminismus. Die Liebesgeschichte ist wahrscheinlich nur Zierwerk der Autorin um die Aussage "mehr Frauen in der Finanzbranche" rüber bringen zu können!
Natalia steht ziemlich alleine in ihrer Branche und muss sich tagtäglich gegen Vorurteile durchsetzen. Fragt sie zu oft nach, weil ihr etwas komisch vorkommt, wird sie gleich als unsicher und emotional abgestempelt. Ein Mann würde schließlich niemals einen Kollegen anrufen um etwas zu überprüfen! Trifft ein Mann eine Entscheidung bleibt er dabei und wenn er untergeht!
David, als Verfechter der Frauenquote in seinem Unternehmen, stellt dadurch natürlich den perfekten Held dar. Mehr als einmal wird sich über die Diskriminierung der Frauen unterhalten.
Natalias Vater wird in jeder Szene als Frauenfeindlich dargestellt, immer unzufrieden und am Streben nach noch mehr Macht. Diese Szenen sind meistens überspitzt und als Leser wünscht man sich 1 oder 2 Szenen die denen der Mann als Vater dargestellt wird, nicht bloß als Frauenhasser.
Das Bild des Vaters scheint aber wohl notwendig um Natalias wachsende Gefühle für David zu bestärken. Des weiteren bietet sich dadurch ein interessantes Familienbild. Die Kinder konkurrieren nicht nur untereinander um die Anerkennung des Vaters. Einzig Alexander scheint sich von den Geschwistern abzugrenzen, hat er schon lange erkannt, dass das Gerede seines Vaters sich mit seiner Einstellung kreuzt Die Mutter lebt gezwungenerweise unter der Herrschaft ihres Mannes, kann sie weder auf den Luxus noch auf den Ruf verzichten. Ein größeres Geheimnis innerhalb der Familie hilft bei Verständnis der Situation der Mutter, wenn sie auch bis zum Schluss vollständig zu überzeugen weiß Die größte Konkurrenz besteht wohl zwischen Peter und Natalia während für Peter klar ist, dass Natalia, wegen ihrer Genitalien sowie keine Chance hat. Peter ist der Schleimscheisser der Familie, sein einziger Lebensinhalt besteht darin es seinem Vater recht zu machen.
Diese verschiedenen Figuren helfen dem Buch einen besondere Dynamik zu geben. Schnell sind die Rollen klar und erlauben dem Leser sich in dieser Familie zu verlieren.
Für mich durchging David die größte Entwicklung im Buch.
Beim Kennenlernen von David und Natalia kommt er noch verschlossen und zielstrebig rüber. Er hat ein Ziel und will das mit allen Mitteln erreichen. Natalia soll ihm helfen, der größte Coup seiner Karriere zu landen und das Imperium ihres Vaters zu zerstören. Für den Leser ein wenig vorhersehbar, ist die augenblickliche Anziehung, aber mal ehrlich, wir haben nichts anderes erwartet, nicht wahr?! ;)
Durch den langen Aufbau einer Freundschaft und schönen Gesprächen wird das Ruder aber wieder umgerissen. Die Autorin macht an sich alles richtig. Schön konstruierte Szenen, nicht zu gezwungene Dialoge. Leider empfand ich beim Lesen kein Knistern. Bisschen viel Märchen, schon sehr kitschig dank dem Reichtum der beiden.
Ein Element kommt leider häufiger bei der Autorin vor, das mich ein wenig störte. Statt David aktiv zu beschreiben und den Leser ihn selbst kennenlernen zu lassen, ihn selbst zu empfinden, wird leider nur durch Natalia gefühlt. Man liest nicht und denkt "Ach wie einfühlsam." weil David etwas richtig macht. David sagt was und Natalia kriegt die Aufgabe dem Leser zu verdeutlichen was er jetzt toll gemacht hat. Beispiel: "Natalia war erfreut, dass David so einfühlsam war". Manchmal empfindet Natalia etwas, das dem Leser nie vermittelt wurde durch die fehlende Aktion Davids. Nur weil der Autor eine Figur sagen lässt eine andere Figur ist einfühlsam, kommt das noch lange nicht beim Leser an, oder zumindest bei mir nicht.
Neben der Familie und den Intrigen von David gibt es einen weiteren, interessanten Handlungsstrang. Asa, Natalias beste Freundin und Anwältin ihres Vaters.
Interessant ist hier Asa's Beziehung zu ihm, scheint ihr Vater sie immer bevorzugst zu haben. Asa besticht auch durch eine interessantere Hintergrundgeschicht als alle de la Grips zusammen. Sie vermittelt ein realistisches und gesundes Körperbild ( "Monroe Typ" - "Runder Bauch" ) und wusste mich vor allem durch ihre Probleme ( depressiv, versucht ihre Probleme zu ertränken und durch One Night Stands zu kompensieren ) zu faszinieren. Leider wurde ihre Geschichte komplett nebenbei erzählt und wir bekommen keinen separaten Band mehr zu ihr. Ich glaube Asa wäre eine interessantere Hauptfigur gewesen als Natalia. Zumindest eine der besten Nebenfiguren seit langem!
Fassen wir zusammen; Die Erbin ist bei weitem mehr als "nur ein Liebesroman", ich bin sicher, dass das Buch besser geworden wäre ohne die Erotik.
Aber auch die wird geboten! Schöne Szenen, stilvoll und nachvollziehbar inszeniert, weiß die Autorin gekonnt einzusetzen.
Ein weiteres Highlight für mich stellte der Handlungsort, Stockholm, dar. Einzig das Grand Hotel wird ein wenig zu pompös aufbauscht. Ich hab auch schon dort gefrühstückt und hatte leider eher den Eindruck, dass das Grand Hotel seine besten Tage hinter sich hatte. Geschmacksache, wie bei allem!
Eine Achterbahnfahrt der Gefühle garantiert!