Montag, 18. März 2013

Empfehlung zu der "Mara Dyer" Trilogie von Michelle Hodkin



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Autor: Michelle Hodkin
Titel: Was geschah mit Mara Dyer
Verlag: Dtv                            Preis: 12.99                          Seiten:  480 Seiten                                    



 “Everyone's a little crazy. Some people just hide it better than others.” 


   
                                              
Worum es geht:                                                                                                                 Mara wacht eines Morgens im Krankenhaus auf. Sie konnte als Einzige von ihrer Clique aus einen eingestürtzten Haus gerettet werden. Auf die Frage was sie in dem Haus wollten weiss sie sich keinen Rat. Beim Versuch ein neues Leben ohne ihre beste Freundin und Freund Jude aufzubauen zieht sie um, doch auch eine andere Schule hilft nicht gegen die Halluzinationen von ihren toten Freunden.Und die Frage ob Mara nicht irgendwie etwas damit zu tun hatte dass das Haus überhaupt einstürtzte beschäftigt nicht nur sie selber. Nach und nach kommen die Erinnerungen an die Nacht zu ihr zurück, ob sie will oder nicht. 
                                                       I blinked. "You gave a child, in a psych ward, a lighter?"

                                       - "She seemed trustwothy."
                                   "You're sick," I said, but smiled.
                                    "Nobody's perfect." Noah smiled back.

Meine Meinung:



Düster kommt "Was geschah mit Mara Dyer" daher, nicht nur in der Gestaltung, und diese Stimmung durchzieht sich durch das ganze Buch. Eine Paranoia macht sich breit, hervorgerufen, vor allem, durch die Halluzinationen von Mara. Lange weiss man nicht mal was von den Ereignissen real ist und selbst bei ihren Schulfreunden habe ich mich so manches Mal gefragt ob das nicht doch nur in ihrer Fantasie geschieht. 
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So überhaupt nicht mein Genre, siedelt die Autorin ihr Debut im Thriller Bereich mit paranormalen Elementen an, und weiss mich mit der dezenten Fantasy zu überzeugen! 
Die Geschichte schweift zwischen Schulalltagroman und Mysteryelementen hin und her, ein Spagat der hervorragend funktioniert. Horrorfilmfeeling Garantiert. Maras Ich-Perspektive macht es dem Leser natürlich leicht sich in sie, und die Geschichte, einzufinden. Durch Maras Gedächnissverlust ist der Leser mit ihr auf einer Ebene. Beide beginnen gemeinsam Teile des Rätsels, das Maras neues Leben darstellt, zu lösen. Maras Ängste übertragen sich und man beginnt sich ebenfalls im Bus mehrfach umzudrehen. 
Die Autorin weiss geziehlt mit Schockelementen und psychologischen Spielchen umzugehen.Wieder mal ein Buch das zeigt dass es sich vor seinen grossen Brüdern aus der belletristik verstecken muss. Wir haben ein zeitalter erreicht in der Jugendbuch nicht mehr heisst dass nur die Jugend es lesen kann. Mara Dyer weiss sich zu behaupten, und ich ziehe sie einem Gillian Flynns "Gone Girl" vor. Ein Buch mit Potential welches hauptsächlich wegen der platten männlichen Hauptfigur flöten geht.
 photo mara19_zpsaca8ebd8.jpgDer hervorragende Anfang das Buch verliert sich im laufe der Handlung leider etwas. Hauptsächlich störte mich Noah als Freund, der so viele Klischees vereint, dass es schon schmerzt. Ohne ihn wäre das Buch vollkommen gewesen! Eine Tatsache die mich fragen lässt warum es denn eigentlich immer eine Liebesgeschichte sein muss, vor allem wenn sie ohne Sinn reingedrückt wird. Das Schicksal einer Jugendbuchheldin scheint es leider zu sein, sich während der Lebensveränderten Erreignisse, auch noch verlieben zu müssen. Ich bilde mir ein rauszulesen, dass die Autorin Noah gar nicht eingeplant hatte und vom Verlag gezwungen wurde. Vielleicht hatte Noah aber auch einfach keine Chance bei mir, weil mir momentan jede Liebesgeschichte zuwider ist. 
 photo mara3_zps9e5e90ad.jpgMichelle Hodkin ist eine der wenigen Autorin die es mit den Folgebänden schaffen besse rzu werden. Wie oft hat man den ersten Band gelesen und war hin und weg, doch Band 2-3 hat man halt gelesen, aber das Ursprungsgefühl hat gefehlt?! 
Nahtlos fliesst ein Band in das nächste. Mara, jetzt überzeugt nicht verrückt zu sein, muss alle um sich herum ebenfalls davon überzeugen ein normaler Teenager zu sein, während um sie herum dauernd die unmöglichsten Dinge geschehen. Das beständige Gefühl verfolgt zu werden, nicht mehr zu wissen, was man selber gemacht hat, und wann, lässt Mara ständig an der Grenze zum Wahnsinn wandeln. Allein der Druck der Familie, eine gesunde Tochter zu präsentieren, sorgt dafür dass sie sich nicht gehen lässt und zusammenreisst. Ausserdem hilft Noah. Er glaubt ihr bei allem und sorgt für Sicherheit. Ein Umstand der mich immer mehr daran zweifeln lässt,  dass Noah nur ihr Bestes will. Bisweilen hat er mich überzeugt selber alles in die Wege zu leiten um Mara fertig zu machen. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen hat Noah endlich seine Daseinsberechtigung. 
Diesmal hat es die Autorin wirklich geschafft alle Mankos aus dem ersten Teil zu verbessern und hier eine bisherige Höchstleistung vorgelegt! Selten schafft es ein Nachfolgeband besser zu sein als der Erste, doch hier ist wirklich alles ... perfekt.
Mystery nimmt überhand zur Liebesgeschichte, welche aber in den wenigen Szene wirklich hervorragend passt. Man fühlt sich regelrecht gezwungen weiter zu lesen, bis man endlich weiss was los ist. Leider, wie auch schon beim ersten Band, hört auch das zweite Buch mit einem gehörigen Ciffhanger auf, der einen die Autorin verfluchen lässt. Am besten gleich alle drei zusammen kaufen. 


"I wasn't sorry that I tried to kill him. I was sorry he was still alive. I would kill him again if I had the chance."

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