Montag, 18. September 2017

Rezension zu "Und wenn die Welt verbrennt" von Ulla Scheler

Randomhouse.de

Titel: Und wenn die Welt verbrennt

Autor: Scheler Ulla 

Verlag: Heyne

Seiten: 432 Seiten 

Preis: 14.99 Euro 


Worum es geht: 
Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird ... -randomhouse.de




Meine Meinung: 

Letzten Sommer hat Ulla Scheler die Leserherzen mit "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" im Sturm erorbert. Auch ich war dem Debütroman der Coburgerin erlegen. Mit höchster Ungeduld habe ich "Und wenn die Welt verbrennt" erwartet. Da ich selbst ein abgeschlossenes Kunststudium hinter mir habe, begeisterte mich vor allem der vorgegebenen Aspekt der Kunst in der Geschichte. 
Das Buch beginnt reissend, man kann es kaum aus der Hand legen, ist neugierig auf die Figuren. Wie bereits im ersten Buch versucht Scheler mit ihren Figuren nicht unbedingt zu gefallen. Ecken und Kanten, die Tiefe erzeugen sollen. In abwechselnden Perspektiven wird man Felix ins Herz schliessen, zumindest ging es mir so. Was er jedoch an Alisa findet blieb mir bis zum Schluss ein Rätsel. Zu keinem Moment wurde ich warm mit ihr. Ab der Mitte nervte sie mich sosehr, dass ich fast davor war das Buch abzubrechen. Die Auflösung des grossen Dramas, auf das die Autorin hinarbeitet, kam zu spät, als dass es noch Impakt gehabt hätte. Dabei mochte ich, die Haupthandlung, das grosse Geheimniss, und die Darstellung des Umgangs mit den Konsequenzen. Mochte die Thematik der Depression und Verdrängung. Vielleicht hat mich die Zwiegespaltene Erzählweise gestört. Vielleicht hätte mir nur Alisas Stimme besser gefallen, hätte mir erlaubt mich auf sie einzulassen. So, war da immer noch einen Spalt Distanz, der vielleicht auch gewollt ist... 
Den Aspekt der Kunst, war mal gut, mal schlecht portraitiert. Nicht ganz so mitreissend wie ich erwartet hatte. Vor allem Felix' Entscheidung am Schluss zugüglich seiner Kunst war der Riss des letzten Nervs. Daran hat man gemerkt, dass nicht eine Kunststunde miterlebt wurde.  Neben diesem Manko muss ich gestehen, dass ich das Buch im August gelesen habe, und ich die Nebenfiguren vergessen habe. Ich weiss, dass Felix eine Freundin hatte, kann mich aber an nichts über sie erinnern. 

Fazit für mich: Anstrengend. Ich mag nicht immer diejenige sein, die als Einzige gehypte Bücher nicht mag oder nicht zu schätzen weiss, aber dieser Titel war leider nichts für mich.